Unsere Mannschaft hatte sich für das Spiel viel vorgenommen, aber tat sich schwer mit dem Umsetzen. In der Abwehr fehlte die notwendige Laufbereitschaft, so dass sich für den Gegner immer Lücken ergaben. Im Angriff agierte man dagegen zu überhastet und leistete sich zu viele technische Fehler. So musste man in der ersten Halbzeit ständig einem Rückstand hinterherlaufen. Mit einem Kraftakt und auch mit Glück gelang es jedoch, den Rückstand bis zur Pause auf nicht mehr als zwei Tore anwachsen zu lassen. Mit 12:14 wurden Seiten gewechselt.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit tat sich unsere Mannschaft schwer und der Ausgleich wollte nicht gelingen. Die Maintaler Mannschaft war immer einen Schritt schneller und ließ nicht nach. So lag man bis zur 45. Min. mit drei Toren zurück (15:18). Nun erwachte aber der Kampfgeist bei unseren Damen und man stemmte sich mit aller Macht gegen die Niederlage. Mit drei Toren in Folge gelang endlich der Ausgleich (18:18). Angetrieben von Michelle Rümmelein stellten unsere Damen den bisherigen Spielverlauf  auf den Kopf und legte nach einem 4:0-Lauf eine 3-Tore-Führung vor (23:20). Die Führung brachte aber keine Sicherheit in unser Spiel. Mit leichten Ballverlusten brachte man den Gegner wieder Spiel. Beim 23:22 nahm Trainer Kaiser die Auszeit und versuchte nochmal das Spiel neu zu ordnen. Dies gelang jedoch nur teilweise. Zwar legte man stets ein Tor vor, aber die  Maintalerinnen konnten im Gegenzug immer wieder ihre Chancen nutzen und ließen sich nicht abschütteln. Es blieb eng bis zum Ende. In der letzten Spielminute, beim 26:25, überschlugen sich die Ereignisse. Unsere Mannschaft war in Ballbesitz, verlor jedoch den Ball und der Gegner setze zum Tempogegenstoß an. Zwar gelang es die Gegenspielerin am Wurf zu hindern, aber man ließ sich in den 6-Meter-Raum drücken. Der Schiedsrichter pfiff und zeigte auf den 7-Meter-Punkt. Kurz darauf ertönte das Schlusssignal. Das Spiel hatte aber auch beim Gegner Kraft gekostet und die Werferin zeigte Nerven. Ihr Wurf wurde von Larissa Scheuermann abgewehrt. Danach war der Jubel riesengroß. Trainer Kaiser nach dem Spiel: „Heute haben wir es gerade nochmal gepackt, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Wir haben heute zu unkonzentriert agiert, zu viele technische Fehler gemacht und hatten zu wenig Zug zum Tor gezeigt. Eigentlich geht man dann nicht als Sieger von der Platte. Das wir doch noch gewonnen haben, lag an der kämpferischen Einstellung und einer gehörigen Portion Glück. Jetzt gilt es sich zu sammeln, denn mit unserer heutigen Leistung wird es mehr als schwer, um im Derby gegen den OFC zu bestehen.

Es spielten: Schäfer, Scheuermann; Bährmann, Berends 1, Hellstern 3, L. Hof 1, Jochheim, Memovic 5/2, Protzel 1, Rümmelein12/6, Sattler 1, C. Schmitt 1, M. Schmitt u. Tremmel 1

Spielfilm: 2:0, 3:3, 4:6, 6:9, 7:10, 9:12, 12:14 | 14:17, 15:18, 18:18, 19:20, 23:20, 23:22, 25:23, 26:25

7-Meter: TSG  8/8 | HSG   11/9

2. Min.:   TSG  3    | HSG  2

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