Die Damen I der TSG Offenbach/Bürgel haben in der Landesliga Süd ihre erste Niederlage hinnehmen müssen. Gegen die HSG Bensheim/Ausersbach stand es am Ende nach spannenden 60 Minuten 23:28 (13:12). Trotz der Niederlage bleibt die TSG weiterhin Tabellenführer.
Die Vorbereitung auf das heutige Spitzenspiel der Landesliga war alles andere als optimal. Konnte die Woche krankheits- oder arbeitsbedingt nur mit einer kleinen Gruppe trainiert werden und 4 Spielerinnen konnten sogar an gar keiner Trainingseinheit teilnehmen. Dennoch war die TSG gewillt, ihr Bestes gegen die Bundesligareserve der HSG zu geben und ging hochmotiviert in die Partie. Auch die Tatsache, dass die Gäste ihren Kader mit vier Bundesligaspielerinnen gepimpt hatten, brachte Bügel nicht aus dem Konzept.
Die TSG-Frauen spielten die ersten 20 Minuten sehr stark auf. Im Angriff ließen sie sich von der robusten Abwehr der Gäste nicht einschüchtern und kombinierten sicher bis zur Chance. Mit viel Tempo wurde agiert, die Räume wurden überzeugend im 1gg1 genutzt oder es wurde sehenswert aus dem Rückraum abgeschlossen. Mit der offensiven 3-2-1-Abwehr stellte die TSG das Team aus Bensheim vor einige Probleme und legte deren Angriffsspiel lahm. Tamara Stadter arbeitete sehr stark auf der Vorgezogenen und der Rest der Abwehr sowie Fenn im Tor leisteten ihren Beitrag, dass die Gäste erst nach 8 Minuten zum 5:1 einnetzen konnten. So legten die TSG-Damen ein 7:1 vor. Bensheim kam erst Mitte der ersten Halbzeit ins Spiel und konnte sein gefürchtetes Tempospiel aufziehen. Durch unüberlegtes und inkonsequentes Angriffsspiel, in dem zu früh in die Aktion gegangen wurde oder unsinnige Kreisanspiele gemacht wurden, kam es zu einfachen Ballverlusten. In dieser Phase fehlte es an Bewegung im Rückraum, der Ball wurde nicht laufen gelassen und das strukturierte Angriffsspiel ging verloren. Somit machte es die TSG den Gästen Ende der ersten Halbzeit aber auch leicht, bis auf 1 Tor zum 13:12 heranzukommen, da auch die Abwehr durch die schwache Angriffssleistung verunsichert wurde und häufig den Schritt zu spät kam.
Im zweite Abschnitt war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. Bis zum 21:21 in der 50 Minuten legte Bürgel meist 1 Tor vor und Bensheim glich postwendend wieder aus. Merit Specht zeigte eine ganz starke Leistung und war sowohl aus der zweiten Reihe wie auch im Durchbruch immer wieder erfolgreich. Auch Tamara Stadter und Judith Kirschig im Rückraum versuchten immer wieder Aktionen gegen die defensive Abwehrformation der HSG zu setzen, die durch die erstligaerfahrenen Spielerinnen sehr stabil stand und über das Liganiveau hinaus aggressiv aber nicht unfair agierte. An der HSG-Abwehr rieben sich die TSG-Frauen immer wieder auf und mussten sich jedes Tor schwer erarbeiten, da der Shooter für einfache Tore aus dem Rückraum gefehlt hat. Die TSG ging die letzten 10 Minuten auf dem Zahnfleisch und hatte gegen die schnellen und druckvollen Angriffe der HSG nichts mehr entgegen zu setzen. Auch der Versuch einer 3-3-Abwehr brachte Bensheim nicht mehr aus dem Tritt. Am Ende hat sich für die Gäste der Einsatz der sowohl technisch, spielerisch als auch körperlich überlegenen Bundesligaspielerinnen ausgezahlte. Einen Punkt hätte Bürgel verdient gehabt, aber es sollte nicht sein. Heute haben die Alternativen auf der Bank gefehlt und die Gäste hatte den längeren Atem, wobei das Ergebnis letztendlich zu deutlich ausgefallen ist und den Spielverlauf nicht wiederspiegelt.
Auf die gezeigte Leistung kann das Team sehr stolz sein und braucht keinen Gegner zu fürchten. Knüpft die Mannschaft an die Leistung von heute an, sollte ein Sieg beim Auswärtsspiel am Freitag um 19.30 Uhr in Dieburg im Bereich des Möglichen liegen. Über Fanunterstützung zu diesem ungewöhnlichen Spieltermin würden sich die Damen sehr freuen.
Spielfilm: 5:0 7:1 7:3 9:5 12:7 13:12 HZ 14:12 14:14 18:17 21:21 21:25 23:18
gelbe Karten: 2-2, 2 Min. 2-1, 7m 3/4-5/5
Es spielten: Kroth, Fenn, Seitz, E.Specht, Hof (n.e.), Giegerich 3, M.Specht 7, Kopp (n.e.), Hoddersen 2, Stadter 2/1, Tabery 3, Müller, Kirschig 6/2

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