Am Samstag mussten die ersten Damen der TSG Offenbach-Bürgel beim Aufsteiger, der HSG Dietzenbach antreten. Schon im Vorfeld kristalliserte sich heraus, dass es eine schwere Aufgabe mit Derbycharakter geben würde. Dass in der Woche einige Spielerinnen nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen konnten, machte die Sache nicht einfacher.

Von Beginn an agierte Bürgel wie gelähmt. Die 6:0-Abwehr, die die 1gg1-Aktionen der beiden Rückraumspieler verhindern sollte und den Raum für die Kreisspielerin einengen sollte, kam immer einen Schritt zu spät und übte kaum merklichen Druck auf das Angriffsspiel der HSG aus. Sowohl aus der zweiten Reihe wie auch im Durchbruch konnte die HSG zum Abschluß kommen, ohne das eine Bürgeler Hand dazwischen war. Das Spiel nach vorne wurde nur schleppend vorgetragen, es fehlte an Elan und Entschlossenheit. Im Positionsangriff gab es kaum Bewegung in die Tiefe, dafür häuften sich technische Fehler und Fehlwürfe. Magere 3 Tore waren die Ausbeute nach 15 Minuten. Eine Umstellung der Abwehr auf die 5:1-Formation brachte Besserung und auch das eigene Angriffsspiel wurde mit der Hereinnahme von Mandy Rauch gefährlicher. Dennoch wurde zu wenig aus der zweiten Reihe abgeschlossen gegen die tief stehende Dietzenbacher Deckung. Erst als der Gegener seine Defensive auf eine 5:1 umstellte, hielten gute Spielzüge und Bewegung Einzug ins Bürgeler Spiel. Mit zunehmender Spieldauer kämpfte man sich zurück und beim 11:8 Halbzeitstand war noch alles offen.

In der Pause hatten sich die TSG-Frauen viel vorgenommen und es schien, als ob sie die Partie so langsam in den Griff bekamen. Als man in der 35 Minute beim 12:11 auf Schlagdistanz war, kassierte man eine fragwürdige 2 Minuten Strafe und die HSG zog auf 4 Tore davon. In der Folge gab sich Bürgel nicht auf, aber eine Vielzahl von Faktoren verhinderte, dass man die Gastgeberinnen nochmal ernsthaft in Gefahr brachte. Hier kann man aufführen, dass zu viele Würfe nur den Pfosten statt das Tor trafen, dass die Unparteiischen die Schrittfehler der Gastgeberinnen ungeahndet ließen, dass unsere Abwehr die Kreissperre und den Parallelstoß nicht lösen konnte, dass der Feldschiedsrichter auf einen Ballgewinn für Bürgel entschied, der Torschiedsrichter anderer Meinung war und ohne zurück zu pfeifen weiter spielen ließ, dass im Angriff die Durchschlagskraft fehlte oder einfach dass die HSG von Beginn an den Sieg einfach mehr wollte und jede Spielerin sich voll dafür eingesetzt hat. Dagegen stand eine verunsicherte Bürgeler Mannschaft, die die Vorgaben nicht umsetzen konnte, bei der jegliche Umstellung ins Leere lief und bei der keine Spielerin Normalform erreichte. Der Gegner spielte seine Stärken gut und gezielt aus, mit einer fokussierten und courragierten Leistung wäre aber sicherlich mehr drin gewesen.

Am kommenden Samstag um 19.00 Uhr in der ESO-Sportfabrik muss eine andrere Bürgeler Mannschaft auf dem Feld stehen, um die beiden Punkte gegen die HSG Bachgau zu verteidigen.

TSG: Fenn, Kroth; E.Specht 1, Kaiser 1, Giegerich 1, M.Specht 1, Kopp, Hoddersen 3, Hoffmann 1, Tabery 5/1, Müller, Rauch 5, Kirschig 3

gelbe Karten: 0-3
2. Min: 0-4
7m: 6/6-1/2

Spielfilm: 1:0, 1:1, 2:2, 6:2, 8:3, 9:6, 11:8, – 11:9, 12:11, 15:11, 17:13, 20:14, 23:15, 26:17, 26:21, 27:21.

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