Im zweiten Heimspiel traf man mit der FSG Seligenstadt/Zellhausen auf einen der beiden Absteiger aus der Bezirksoberliga. Trotz mancher Abgänge ist es der FSG gelungen eine schlagfertige Mannschaft zu stellen, die erfolgreich in die Runde gestartet ist. Erst am vergangenen Wochenende musste man die erste Niederlage hinnehmen. Es war somit davon auszugehen, dass man auf einen engagierten und motivierten Gegner treffen wird, der die Scharte der Vorwoche auswetzen will. Ferner stand das Spiel für unsere Damen unter keinem guten Stern, da mit Nicole Berends, Maren Lipps und Melanie Tremmel gleich drei Spielerinnen krankheits- bzw. verletztungsbedingt ausfielen. Trotzdem konnte man das Spiel am Ende verdient mit 32:18 (13:8) für sich entscheiden.

Die Anfangsphase gehörte dann auch den Gästen, die schwungvoll begannen und die sich bietenden Chancen nutzten. Im Gegenzug liessen unsere Damen die besten Chancen aus und befanden sich mit 1:3 im Hintertreffen. Trainer Kaiser war früh (3. Min.) gezwungen die grüne Karte zu legen, um seine Mannschaft wachzurütteln. Seine Worte fielen wohl auf fruchtbaren Boden, denn unsere Mannschaft nahm nun die Zweikämpfe in der Abwehr besser an und auch die Chancenverwertung verbesserte sich. Auch die Manndeckung gegen die gegnerische Linkshalbe, störte den Spielaufbau der FSG. Zwar lief man zunächst dem Rückstand hinterher, aber Mitte der ersten Halbzeit gelang es den Ausgleich zu erzielen. In der Folgezeit war es dann ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich keine Mannschaft entscheidene Vorteile erkämpfen konnte. Dann eine Schrecksekunde, denn bei einer 1-gegen-1-Aktion verletzte sich Isabelle Kaufhold an der Schulter und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft – mit der Einstellung „Jetzt erst Recht“ –  legte unsere Mannschaft nochmals eine Leistungsteigerung hin und konnte sich in den Schlussminuten mit einem 5:0-Lauf absetzen. Den Vorsprung nahm man auch mit in die Pause (13:8).

In den zweiten Durchgang starteten unsere Damen besser als der Gegner, denn mit drei weiteren Toren erhöhte man den Vorsprung auf 8 Tore (16:8). In der Folgezeit stand unsere Abwehr immer sicherer und konnte oft das Zusammenspiel des gegnerischen Rückraums mit der Kreisläuferin unterbinden. Auch das Umschaltspiel funktionierte immer besser und in der 44. Minute war beim Spielstand von 24:12 eine Vorentscheidung zu Gunsten unserer Mannschaft gefallen. Trainer Kaiser wechselte nun munter durch, ohne dass jedoch die spielerische Linie verloren ging. In dieser Phase zeigte insbesondere Debora Mastroserio ihre Vollstreckerqualitäten und Franziska Schäfer erwies sich im Tor als guter Rückhalt. Bis zum Schluss hielt man das Tempo hoch und war auch noch in den Schlussminuten bereit über den Tempogegenstoss Tore zu erzielen. Samedina Memovic setzte dann auch Sekunden vor Spielende mit einem weiteren Konter den 32:18-Schlusspunkt.

Trotz des hohen Siegs war Trainer Kaiser nicht vollends zufrieden: „Unsere Abwehr stand zu Beginn des Spiels nicht so sicher, wie in den Vorwochen und unsere Chancenverwertung war in den ersten 15 Minuten ebenfalls unbefriedigend. Zum Glück fanden wir Mitte der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel und auch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Isabelle haben wir gut weggesteckt. Hoffentlich fällt sie nicht länger aus. Auf diesem Weg vom gesamten Team gute Besserung.

Am kommenden Wochenende steht das schwere Auswärtsspiel beim HSV Götzenhain an, die besonders vor eigenem Publikum nur schwer zu bespielen sind. Hier müssen wir von Anfang an unsere Leistungs abrufen und über die gesamte Spieldauer die Konzentration hochhalten. Die Mannschaft würde sich über eine lautstarkte Unterstützung freuen.“

TSG: Rieth, Schäfer; Bernier (4), Dertinger (2), Hellstern (4), L. Hof, Kaufhold (1), Mastroserio (8/1), Memovic (7/1), Oliger (2), C. Schmitt (2), M. Schmitt (2).

7-Meter: TSG 2/4 – FSG 4/9
Zeitstrafen: TSG 0 – FSG 2

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