Bürgeler Damen müssen Zielsetzung neu justieren nach Niederlage in Kirchzell

Sechter Spieltag in der Landesliga Süd, zweite Niederlage für die Bürgeler Damen, so häufig hatten sie in der letzten Saison in der gesamten Spielzeit das Nachsehen. Somit kann das Ziel Meisterschaft nicht mehr aus eigener Kraft erreicht werden, jetzt gilt es kleiner Brötchen zu backen. In dieser Saison passt es einfach nicht, noch keine einzige Trainingseinheit seit Beginn der Vorbereitung im Juni konnte mit dem kompletten Kader absolviert werden. Immer wieder fehlen Spielerinnen regelmäßig oder sporadisch arbeitsbedingt oder durch Krankheit und Verletzungen. So muss die Mannschaft jedes Wochenende neu formiert und aufgestellt werden, eine eingespielte Startformation gibt es nicht und die Trainer haben keine Formation, auf die sie sich verlassen können.

In Kirchzell war die TSG anfangs zu zaghaft und zu Abschlußschwach im Angriff. Alleine in den ersten 2 Minuten konnten vier aussichtsreiche Wurfchancen, nicht im Tor untergebracht werden. Wie bei der Niederlage in Dietzenbach waren 3 magere Tore nach 15 Minuten auf der Habenseite. Es wurde zu wenig in die vorhandenen Räume des Gegners gearbeitet und zu viel quer vor der Abwehr agiert. Auch technische Fehler und schlechte Passqualität ließen gute Auftakthandlungen unbelohnt. Kirchzell hingegen verstand es, den vorgezogenen Abwehrspieler der Bürgeler Damen immer wieder auszuschalten und durchzubrechen oder eine Überzahl herauszuspielen und die sich bietenden Torchancen zu nutzen. Mit Routinier Kirschig im Rückraum bekam Bürgel mehr Durchschlagskraft im Angriff sowie mehr Stabilität in der Abwehr, die nun defensiver ausgerichtet wurde. Endlich wurde das geforderte Tempospiel aufgezogen und der Gegner sowohl durch Tabery aus der zweiten Reihe sowie über Kirschig im 1gg1 unter Druck gesetzt. Bis auf 11:9 zur Halbzeit konnte so verkürzt werden.

In den zweiten 30 Minuten kämpften die TSG-Damen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und wurden von einer starken Sophia Kroth im Tor angetrieben. Neben Kirschig übernahm nun auch Lisa Kaiser im Rückraum Verantwortung und nutze die Lücken in der TV-Defensive. Der Ball lief jetzt sicherer und druckvoller in den eigenen Reihen und auch defensiv war die nötige Aggressivität vorhanden. Beim 15:15 in der 40. Minute konnte erstmalig ausgeglichen werden und sogar in der Folge in Führung gegangen werden. Eine doppelte Zeitstrafe, die mehr als fragwürdig war, nahm Bürgel sofort wieder den Wind aus den Segeln. Leider traf Bürgel in der entscheidenden Phase drei Angriffe hintereinander vom Kreis, im Gegenstoß und vom 7m-Punkt Aluminium, was den Gegner aufbaute und dem eigenen Team immer wieder einen Dämpfer versetzte, wodurch Kirchzell 5 Minuten vor Ende Oberwasser bekommen konnte und mit 4 Toren wegzog. Die Bemühungen der TSG-Frauen hätten einen Punkt verdient gehabt, die schwache Anfangsphase konnte jedoch nicht egalisiert werden.

Am kommen Samstag erwarten die Damen um 19.00 Uhr den Aufsteiger aus Glattbach in der ESO-Sportfabrik, was keine einfache Aufgabe werden wird. Die Mannschaft hofft auf die Unterstützung der Fans, die sie momentan dringend nötig hat, gemeinsam werden wir wieder auf die Erfolgsspur finden

Spielfilm: 0:1, 5:1, 6:5, 10:5, 11:9 – 11:10, 14:10, 15:15, 15:16, 18:16, 19:18, 21:20, 24:20, 25:22.

gelbe Karten: 3-3
Zeitstrafen: 3-5
Siebenmeter: 6/6 – 4/7

TSG: Kroth, Fenn; E. Specht (2), Kaiser (2), Giegerich, M. Specht, Kopp (4/4), Hoddersen (1), Hoffmann, Tabery (3), Müller (1), Rauch (1), Kirschig (8).

 

 

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