Im 7. Spiel mussten die Damen II ihre erste Niederlage hinnehmen. Im Spitzenspiel in der ESO-Sportfabrik gegen die HSG Isenburg/Zeppelinheim gab es nach 60 umkämpften Minuten eine 22:29 (11:17)-Niederlage. Davon darf man sich aber nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lassen. In einem für die Zuschauer sehenswerten Spiel, waren die Gäste an diesem Tag einfach immer einen Schritt und Gedanken schneller.

Beide Mannschaften waren vor diesem Spiel noch ungeschlagen und man merkte den Spielerinnen auf beiden Seiten die Nervosität an. Die Anfangsphase war hüben wie drüben geprägt von vielen technischen Fehlern und unkonzentrierten Abschlüssen. Es entwickelte sich ein sehr intensives Spiel, in dem sich zunächst keine der beiden Mannschaften einen Vorteil erspielen konnten. Nach gut 15 Minuten gingen unsere Damen mit einem 4:0-Lauf mit drei Toren in Führen (9:6). Die gegnerische Seite legte sofort die grüne Karte. Diese Unterbrechung sollte ihre Wirkung zeigen. Die Gäste antworteten ihrerseits mit einem 5:0-Lauf und lagen mit 9:11 in Führung. Bis zum 11:13 war es noch ein völlig offenes Spiel, was dann in den letzten zwei, drei Minuten vor der Pause passierte, lässt sich nicht mit Worten beschreiben. Innerhalb kürzester Zeit verlor unsere Mannschaft im Angriff die Bälle oder schloss völlig unvorbereitet ab. Die erfahrenen Gäste nahmen die Einladung gerne an und setzten sich von 11:13 bis zur Pause mit 11:17 ab.

Im zweiten Durchgang war unsere Mannschaft gewillt, den Rückstand zu verkürzen und dem Spiel nochmal eine Wende zu geben.

Aber hatte man im ersten Durchgang kein Glück, kam in den zweiten 30 Minuten noch Pech hinzu. Nach 42 Minuten stellte Trainer Kaiser auf eine 4:2-Abwehr um und tatsächlich konnte man in die gegnerischen Angriffsbemühungen besser stören und kam zu einigen Ballgewinnen. In der 50. Minute konnte man den Rückstand auf vier Tore verkürzen (19:23) und es keimte nochmal Hoffnung auf. Jedoch lief unserer Mannschaft langsam die Zeit davon. Trainer Kaiser versuchte nun mit einer einer Dreier-Manndeckung, die Gäste zu weiteren Fehlern zu zwingen. Dieser Plan ging jedoch nicht auf und man lag schnell wieder mit sechs Toren hintern (19:25). In der Endphase liessen die routinierten Gäste nichts mehr anbrennen und entführten die zwei Punkte aus der ESO-Sportfabrik.

Trainer Kaiser nach dem Spiel: „Es gibt Tage, da läuft nicht viel zusammen. Leider haben wir heute so einen gebrauchten Tag erwischt. Wir haben nur phasenweise überzeugen können und über weite Strecken des Spiels unglücklich agiert. Vielleicht war auch der Druck gewinnen zu wollen, dieses mal zu hoch. Man darf aber nicht vergessen, dass unser Gegner ein sehr gutes Spiel zeigte und man muss anerkennen, dass er heute eindeutig besser war als wir. Jetzt haben wir 14 Tagen Zeit, um die Fehler zu analysieren und uns auf das nächste Spiel vorzubereiten“.

In zwei Wochen tritt man beim zweiten Absteiger aus der Bezirksoberliga, der HSG Obertshausen/Heusenstamm an. Hier wartet der nächste schwere Gegner auf unsere II. Damen. Obertshausen/Heusenstamm musste sich bislang nur knapp der HSG Isenburg/Zeppelinheim geschlagen geben und  konnte die restlichen Spiele deutlich für sich entscheiden. Neben den spielerischen Qualitäten des Gegners, muss man sich auch auf eine gewisse Härte einstellen. Wenn es gelingt wieder zur alten Stärke zurückkzufinden, sollte unsere Mannschaft aber nicht chancenlos sein.

TSG: Rieth, Schäfer; Berends (1), Benier (5/1) , Dertinger, Hellstern (4), L. Hof (1), Kaufhold (1), Mastroserio (6/1), Memovic (2), Oliger (1), Sattler, C. Schmitt, M. Schmitt (1).

Siebenmeter: TSG 2/3 – HSG 3/7
Zeitstrafen: TSG 1 – HSG 2

Spielfilm: 2:2, 4:4, 6:6, 9:6, 9:9, 11:13, 11:17 | 11:19, 14:21, 17:22, 19:23, 19:27, 22:29

 

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