Die Damen I der TSG Offenbach-Bürgel haben in der Landesliga Süd ihr Auswärtsspiel bei der TGB Darmstadt mit 26:20 (15:11) gewonnen. Mit diesem Sieg überholt die TSG sowohl Darmstadt, als auch Dietzenbach, die ihr Spitzenspiel gegen Kirchzell verloren haben, und belegt den 2. Tabellenplatz.
 
Ohne Anna Hoffmann (Daumenverletzung) und mit den grippeangeschlagenen Kaiser, Fenn und Müller ging es zum starken Aufsteiger der TGB Darmstadt. Um an der Spitzengruppe dran zu bleiben war ein Sieg Pflicht, zudem sollte auch endlich mal ein Team aus den Top-Drei geschlagen werden. Soviel vorab, den Druck gewinnen zu müssen, setzten die TSG-Frauen beeidruckend in absoluter Kampfbereitschaft und vollen Einsatz auf dem Feld um.
 
Die TSG startete gut und konnte mit 0:2 in Führung gehen. Die Gastgeberinnen fingen sich jedoch schnell und konnten den Rückstand mit druckvollem und sicherem Angriffsspiel in eine 6:3-Führung drehen. In der 7. Minute war Bürgel dann gezwungen eine Auszeit zu nehmen und justierte sich neu. Jetzt arbeitete die 3:2:1-Abwehr aggressiver gegen die Ballführerin, die Räume wurden schneller zugestellt und man war immer vor dem Gegner, wodurch den Darmstädterinnen der Wind aus den Segeln genommen wurde. Auch im Rückzug waren die TSG-Frauen nun stets einen Schritt schneller als der Gegner und liefen viele Bälle ab. Angeführt von der 11-fachen Torschützin Madeleine Giegerich auf Rechtsaußen spielte Bürgel wie in einem Rausch mit hohem Tempo nach vorne und scheute keinen Körperkontakt im 1gg1. Durch viel Laufbereitschaft und wenig teschnische Fehler sowie gutes Entscheidungsverhalten konnte die hoch stehende 6:0-Abwehr der TGB ein ums andere Mal ausgespielt werden. Routinier Kirschig trieb ihre Mannschaft immer wieder an und Abwehrterrier Lynn Hoddersen entnervte die Gastgeberinnen. Die 4-Toreführung zur Halbzeit war hoch verdient, hätte sogar höher ausfallen müssen, eine Schwächephase in den letzten 5 Minuten vor dem Halbzeitpfiff ohne Torerfolg verhinderte das jedoch.
 
Nach Wiederanpfiff schien sich Bürgel die obligatorischen 10 Minuten-Auszeit zu nehmen. Zu statisch, undynamisch und einfallslos war das Angriffsspiel gegen die nun offensive 5:1 der Gastgeberinnen, die immer wieder Pässe abfangen und in den Gegenstoß starten konnten. Die eigene Abwehr, die auf eine 6:0 umgestellt wurde, war viel zu passiv und zu langsam in der Seitwärtsbewegung. Darmstadt verkürzte auf 13:15 und erneut musste eine Auszeit her. Auch diese Maßnahme und die Abwehrumstellung auf 5:1 zeigte Wirkung. Der Angriff bewegte sich nun mehr in die Tiefe und es wurde gut mit Übergängen und dem Kreis gespielt. Auch der Parallelstoß mit Durchbruch wurde erfolgreich eingesetzt. Das Team hat sich weder von der Hektik auf dem Feld noch von der Atmosphäre in der Halle aus dem Konzept bringen lassen, ebenso souverän agierte das Schiedrichtergespann, ein Lob dafür. Bis zur letzten Minute wurde im Angriff geduldig und mit Zug zum Tor agiert, wenig Fehler gemacht und die Uhr gekonnt runter gespielt. In der Abwehl ließen die TSG-Damen ebenfalls nicht nach und machten es den Gastgeberinnen schwer, zum Torabschluss zu kommen. Sowohl defensiv als auch offensiv war es eine bärenstarke Mannschaftsleistung, in der jeder Spielerin ihren Teil zum Erfolg beigetragen hat. Mit diesem wichtigen Sieg wahrte die TSG den Anschluß an den TV Kirchzell an die Tabellenspitze.
 
Zum letzten Spiel des Jahres erwarten unsere Damen am kommenden Samstag um 19.00 Uhr in der ESO-Sportfabrik die Mannschaft des TV Langenselbold. In der Vergangenheit gab es immer wieder interessante und spannende Partien gegen den TV. Hier muss vor allem der Wirkungskreis von der Toptorschützin und Spielgestalterin Karolin Ruppert eingeengt werden, was nochmal vollste Konzentration fordern wird. Mit Tempohandball wollen wir den Zuschauern nochmal versuchen, einen schönen und erfolgreichen Jahresabschluß zu zeigen.
 
Spielfilm: 0:2 1:3 6:3 6:7 7:10 9:11 10:15 11:15 HZ 13:15 13:17 14:19 16:21 17:23 18:24 20:26
 
gelbe Karten: 2-2, 2Min.: 2-0, 7m: 6/4-5/3
 
Es spielten: Fenn, Kroth, E.Specht, Kaiser, Giegerich 11, M.Specht 2, Kopp 1/1, Hof 1, Hoddersen 2, Tabery, Müller, Rauch 5, Kirschig 4

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