Die Herren I der TSG Offenbach-Bürgel sind in der Oberliga Hessen bei ihrem Derby gegen die SG Rot-Weiss Babenhausen nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen. Nach 60 umkämpften Minuten trennten sich beide Mannschaften mit einem 29:29-Unentschieden (14:16). Mit 22:6 Punkten geht die TSG aber dennoch als Herbstmeister in die Winterpause.

Bürgel startete schlecht ins Spiel. Gleich drei Angriffe wurden vergeben, da waren nicht einmal 90 Sekunden gespielt. In der Abwehr versuchte man zwar aggressiver als in den Vorwochen zu sein, doch Babenhausen hatte mit dem 7. Feldspieler, der konsequent eingewechselt wurde, einen taktischen Kniff in der Hinterhand. Es dauerte bis zur 18. Minute ehe beim 9:10 endlich der Anschluss wieder hergestellt wurde. Bis zum Seitenwechsel agierte man dann immer besser im 6 gegen 7 und eroberte einige Bälle. So drehte man das Spiel und ging beim 16:14 mit einer verdienten Führung in die Pause.

Nach Wiederanpfiff behielt die TSG die Kontrolle ohne sich aber einen großen Vorsprung zu erspielen. Beim Stand von 19:16 vergab gleich drei Würfe auf das leere Tor der Gastgeber in Folge. So hielt man Babenhausen im Spiel statt mit 22:16 in Front zu gehen. Die SG lieferte weiter einen erbitterten Kampf und ließ sich nicht abschütteln. Dennoch sahen die Bulls beim 26:22 in der 53. Minute schon wie der sichere Sieger aus. Doch als Babenhausen beim 27:24 auf eine doppelte Manndeckung umstellte unterliefen der TSG zu viele einfache Fehler. Statt clever die großen Lücken zu nutzen schenkte man die Bälle nur so her und kassierte in der Schlussminute das 28:28. Per Strafwurf ging man zwar nochmals in Führung doch im letzten Angriff – selbstverständlich wieder im 6 gegen 7 – war man nicht in der Lage den Mittelmann fair zu stoppen. So nutzten die Hausherren die Chance zum Ausgleich per Strafwurf. In den verbleibenden Sekunden kam Bürgel zu keiner klaren Wurfchance mehr.

Die Mannschaft tat sich schwer gegen die gut vorgetragenen Angriffe der SG mit dem 7. Feldspieler. Als man das Spiel mit zwei Kreisläufern in den Griff bekommen hatte stellte der Gegner auf drei Kreisläufer und es dauerte erneut lange Zeit bis man Lösungen finden konnte. So gelang es den Bulls trotz handballerischer und körperlicher Überlegenheit eine deutliche Führung zu erspielen. Wie bereits geschrieben, kam dann in der Schlussphase noch fehlende Cleverness hinzu und so muss man am Ende den verlorenen Punkt zähneknirschend akzeptieren.

Nach einer langen und kräfteraubenden Hinrunde verabschiedet sich die Mannschaft nun also als Spitzenreiter der Oberliga Hessen in die Weihnachtsfeiertage. Und auch wenn die beiden letzten Spiele enttäuschend verliefen muss man doch den Hut vor den Leistungen der Bulls ziehen. Jetzt gilt es wieder zu Kräften kommen und gleich im ersten Spiel des Jahres zurück in die Erfolgsspur finden. Mit der HSG Wettenberg wartet dabei nicht der einer der beiden Gegner, die die TSG in der Hinrunde schlagen konnten, sondern gleichzeitig auch ein Aufstiegsfavorit der in der Tabelle nur knapp hinter Bürgel steht.

Die Mannschaft wünscht allen Fans, Unterstützung und Sponsoren ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

TSG: Gezer, Hoppenstaedt; Bube, Kaiser, Käseberg, Müller (3), Brühl (2), Kretschmann (1), Wagenknecht (2), Hofmann (2), Lenort (13/7), Cohen (4), Ljubic, Lehmann (2)

Zeitstrafen: 6 – 6

7m: 7/7 – 4/6

Zuschauer: 300

Kommentare sind geschlossen.