Quelle: Offenbach-Post vom 09.01.2019 – Online: https://www.op-online.de/sport/lokalsport/handball-buergel-traeumt-liga-11066489.html

Offenbach – Die Handballer der TSG Bürgel führen die Tabelle der Oberliga an, der Vorsprung ist nach zwei schwächeren Auftritten zum Abschluss des Jahres 2018 zusammengeschrumpft. Dennoch träumen sie von der 3. Liga mit Derbys gegen Nieder-Roden und Hanau.

Seit Montagabend bereiten sich die Bürgeler auf die verbleibenenden zwölf Punktspiele vor. Am Wochenende treten sie beim Turnier der TG Friedberg an, treffen dabei auf die Ligarivalen HSG Kleenheim und HSG Wettenberg, beide aus dem direkten Verfolgerfeld in der Oberliga. Wettenberg ist am 26. Januar der Bürgeler Auftaktgegner in der Punktrunde im Jahr 2019. „Beim Test in Friedberg wird vermutlich hoch gepokert. Da werden sich ganz sicher nicht die Stammformationen gegenseitig weichklopfen“, berichtet Bürgels Teammanager und Co-Trainer Sven Lenort. Vermutlich wird dabei der 20 Jahre alte Lukas Georg nach überstandenem Kreuzband-riss sein Comeback geben. Georg kann im linken Rückraum spielen und soll als Entlastung für Bürgels besten Torschützen Nils Lenort (99 Tore; Nummer 5 der Liga) dienen. Auf externe Zugänge haben die Bürgeler in der kurzen Winterferienpause verzichtet, in Denis Zahn hat sich ein Akteur zur HSG Hanau verabschiedet.

„Wir haben bis auf die letzten beiden Partien 2018 eine sehr gute Saison abgeliefert. Jeder Spieler war taktisch diszipliniert, hat seine Aufgabe erfüllt. Am Ende waren wir leider nicht mehr ganz so konsequent, da ist uns etwas die Puste ausgegangen. Und schon können wir Spiele gegen gute Gegner nicht mehr gewinnen“, berichtet Teammanager Lenort und verweist auf das 29:29 in Babenhausen und das 18:26 in Umstadt. „Mittlerweile“, ergänzt er, „sollte der Tank aber wieder voll sein und wir die Kurve bekommen.“

Wer als Tabellenführer in die Pause geht, hat natürlich ein Ziel: den Aufstieg. Da redet der Teammanager auch gar nicht drumherum. Der Test am Freitag, 18 Januar, gegen die HSG Hanau darf nächste Saison gern wieder auf dem Programm stehen: als Punktspiel in der 3. Liga Ost – „auch wenn bei uns die sportliche die strukturelle Entwicklung überholt hat. Wir haben noch viele Baustellen, wie zum Beispiel bei Ordnern, Schiedsrichterbetreuern oder natürlich Sponsoren. Aber wenn wir es am Saisonende wirklich schaffen können in die 3. Liga, dann gehen wir das an. Wir werden das gewuppt bekommen“, gibt Lenort die Marschrichtung vor, verweist aber auch auf in diesem Jahr notwendige Aufstiegsspiele (Infokasten links). „Bevor wird uns damit aber ganz konkret auseinandersetzen, sollten wir die ersten Spiele gegen Wettenberg, in Pohlheim und gegen Gensungen gewinnen. Wenn das nicht gelingt, dürfte es schwierig werden. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir viele Punkte holen“, berichtet Lenort.

Mit zwölf von 14 Spielern haben die Bürgeler wie berichtet bereits für die nächste Saison verlängert. Auch Trainer Andreas Kalman, einst TV Gelnhausen und seit Sommer 2018 im Amt, bleibt der TSG erhalten. Mit dem einen oder anderen möglichen Zugang haben die Bürgeler bereits Gespräche geführt – unabhängig davon, in welcher Liga sie künftig antreten werden.

„Wir sind aber sehr bewusst unterwegs. Wir wollen mit Bürgelern und Offenbachern für Offenbach spielen“, sagt der Teammanager. Da die TSG gern einen weiteren Kreisläufer in ihren Reihen hätte, würde David Rivic perfekt in dieses Profil passen. Der 20 Jahre alte Offenbacher, bis Sommer 2017 schon für die TSG aktiv, spielt zurzeit in der 3. Liga für die MSG Groß-Bieberau/Modau. Der aus Bürgel stammende Linkshänder Timo Kaiser wird jedoch auch in der nächsten Saison für die HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Liga antreten.

Verfasser: Holger Appel

 

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