Am gestrigen Samstag ging es zur abstiegsbedrohten HSG Bachgau, die sich im Winter mit Pia Magnago (HSG Nieder-Roden 1) verstärkt hatte und seitdem in die Erfolgsspur gekommen ist. Das TSG-Team war also gewarnt und nahm die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter, auch wenn man den Gegner im Hinspiel locker besiegen konnte. Die Spielvorbereitung war alles andere als optimal, Spielertrainerin Marion Fenn fiel die ganze Woche krankheitsbedingt aus und war auch heute nicht voll einsatzfähig, Judith Kirschig war aufgrund einer Zahnwurzelentzündung ebenfalls nicht im Training und Alicia Hof wurde aufgrund der Spielkonstellation der Zweiten Damenmannschaft und deren Verletzungssorgen an diesem Tag an die Zweite abgestellt.

Anfangs stand die 5:1-Abwehr der TSG gut, Bachgau kam kaum zur Spielentfaltung und musste immer wieder neu aufbauen. Technische Fehler und Fehlwürfe verhinderten aber, dass Bürgel Profit daraus schlagen konnte. So stand es nach 10 Minuten 2:2. Auch in der Folge sollte das Bürgeler Angriffsspiel nicht so locker wie gewohnt stattfinden, auch weil die nötige Bewegung, Cleverness und Kleingruppendynamik gegen die hohe 5:1-Abwehr von Bachgau fehlte. Die Bürgeler Abwehr wurde im Spielverlauf schwächer und Bachgau kam zu einfachen Toren, die der TSG hingegen nicht gelangen. So musste die angeschlagene Judith Kirschig, die eigentlich geschont werden sollte, in der 20. Minute aufs Feld. Bis zur Halbzeit egalisierte man einen 2-Tore-Rückstand und beim 12:12 wurden die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schaffte es Bürgel gleich fünf 100%ige Torchancen in Folge ungenutzt zu lassen, wodurch man die HSG aufbaute und im Spiel ließ. In dieser Phase sah es so aus, als ob die TSG das Spiel dominieren könnte, jedoch bestrafte sich die Mannschaft durch ihr indiskutables Wurfverhalten selbst. Vor allem die Linksaußenposition war eine absolute Schwachstelle im TSG-Spiel, wobei die Außenspielerinnen generell den sich bietenden Raum nicht nutzen konnten. Bachgau hingegen nutze seine Chancen gegen die nun zu defensive agierende und mit Abstimmungsproblemen kämpfende Bürgeler 6:0-Formation und in der 45. Minuten hieß es nach einem Hattrick der Gastgeber 21:18. Bürgel wechselte nun Marion Fenn ins Tor, da die in Halbzeit eins gut spielende Sophia Kroth im zweiten Durchgang kaum noch eine Hand an den Ball bekam. Das schien sich auszuzahlen, denn mit 2 Paraden und einem Gegenstoß war man beim 23:22 wieder dran. Auch die jetzt gut funktionierende 3-2-1-Abwehr brachte Bachgau aus dem Tritt. In der 55. Minute beim 26:25 war noch alles drin, auch wenn die HSG immer wieder vorlegte. Vor allem Judith Kirschig wusste im linken Rückraum die Lücken in der Bachgauer Abwehr zu nutzen und konzentriert abzuschließen. Auch Lisa Kaiser zeigte im rechten Rückraum ein gutes Zweikampfverhalten und verteilte die Bälle mit Übersicht. Der restliche TSG-Rückraum enttäuschte allerdings. Ein verworfener Strafwurf der TSG sowie ein dummer Treffer in Unterzahl von Linksaußen der HSG erstickten den Keim, das Spiel zu drehen jedoch. Am Ende fiel die Niederlage durch die Manndeckung zu hoch aus. Die Mannschaft hat über 60 Minuten gekämpft, am Ende rächte sich die Fahrlässigkeit in der Chancenverwertung. Gekämpft wurde über 60 Minuten, was nicht reichte, denn die Qualität fehlte am heutigen Tag. Unser Spiel aus einer stabilen Abwehr mit guter Torfrau schnell und effektiv nach vorne zu spielen, fand leider nicht statt, weshalb auch keine Punkte mitgenommen werden konnten. Da Darmstadt in Kirchzell gewonnen hat, hat sich die Ausgangssituation glücklicherweise nicht geändert.

Am kommenden Samstag (16.2.19) um 19.00 Uhr kommt es zum Spitzenspiel gegen den Tabellenführer TV Kirchzell, was für unsere Mannschaft gleichzeitig das erste Endspiel ist. Eine Niederlage und man ist weg aus der Tabellenspitze. Das Team braucht deshalb die lautstarke Unterstützung der Fans, um Zuhause weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Die Mannschaft wird fighten und ihr Bestes geben, um es Kirchzell so schwer wie möglich zu machen und hofft, sich für die Pleite aus dem Hinspiel revanchieren zu können.

gelbe Karten: 1-2
2.Min: 3-1
7m: 3/3-2/3

TSG: Kroth, Fenn; Tabery, Kirschig (10), Specht, E., Giegerich (4), Hoffmann, Hoddersen (4), Specht, M. (1), Schlereth (3/2), Müller (1), Kaiser (1), Kopp (1), Rauch (3):

Spielfilm: 0:1, 4:5, 7:5, 8:9, 10:10, 12:10, 12:12 – 13:12, 15:16, 18:18, 21:18, 23:22, 26:24, 26:25, 28:25, 30:27, 32:28.

 

 

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