Am gestrigen Samstag gastierte der abstiegsbedrohte TSV Pfungstadt in Bürgel. Nach den zuletzt enttäuschenden Leistungen wollte sich die Mannschaft mit einem Sieg aus dem Tief befreien. Außer Ann-Kathrin Schlereth, die sich im Vorspiel bei den zweiten Damen verletzte, standen alle Spielerinnen zur Verfügung.

Anfangs ging ein um den anderen Ball verloren, sowohl in der eigenen wie auch der gegnerische Hälfte. Bürgel wirkte verunsichert und erschien gehemmt, ohne Druck des TSV wurden technische Fehler in Masse fabriziert und statt aufs Tor wurde immer wieder quer zur Abwehr angegriffen. Zu wenig Struktur im Spielaufbau und zu viel halbherzige Entscheidungen lähmten das Angriffsspiel der TSG. Die Abwehr hingegen stand gut, immer wieder wurden Unterbrechungen geschafft oder Zeitspiel provoziert. Somit hatten die Defizite im Angriff keine Folgen. Bis zum 8:7 in der 25. Minute blieb es folglich eng, ohne dass der Gegner viel tun musste bzw. konnte. Bis zur Halbzeit fing sich die TSG etwas und konnte eine 4 Tore-Führung herausspielen.

Nach Wiederanpfiff agierte Bürgel ganz anders. Wie aus der Hinrunde gewohnt wurde aus einer starken Abwehr Bälle gewonnen, es wurde sehr gut umgeschaltet und der Gegner mit Tempoläufen sowie druckvollem Kombinationsangriff überlaufen bzw. ausgespielt. Auch zeigte man Überblick und brachte den Ball immer wieder zu der freien Mitspielerin oder nutzte den Raum für gezielte Durchbrüche. Die zweiten 30 Minuten waren wieder ein Schritt in die richtige Richtung, wobei sich alle Spielerinnen wieder etwas Sicherheit und Selbstvertrauen holen konnten.

Am nächsten Samstag geht es für das Team um 17.15 Uhr bei der unberechenbaren TuSpo aus Obernburg weiter. Die TuSpo ist in der Lage zuhause an einem guten Tag jeden Gegner zu schlagen, was Bürgel letzte Saison am eigenen Leib erfahren musste. Es gilt, eine gute Leistung abzurufen und zu versuchen, 60 Minuten dagegen zu halten. Ob es dann für 2 Punkte reicht, wird man sehen.

TSG: Kroth, Fenn; E. Specht, Kaiser, Giegerich (1), M. Specht, Kopp (8/6), Hof (3/2), Hoddersen (5), Hoffmann, Tabery (4), Müller (3/2), Kirschig (1):

Zeitstrafen: 2 – 3
Siebenmeter: 9/10 – 2/3
Spielfilm: 1:0, 1:2, 4:5, 7:7, 11:7 – 12:7, 14:9, 19:9, 21:11, 25:14.

 

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