In den ersten 15 Minuten fanden die Bürgler Mädels nicht zu ihrem Spiel. In der Abwehr fehlte die Bissigkeit sowie die Breitschaft die Zweikämpfe anzunehmen und im Angriff waren die Aktionen ohne die erforderliche Durchschlagskraft. Zudem erwiesen sich die Gäste von der HSG Dreieich als unbequemer Gegner, der kämpferisch zu überzeugen wusste. Dann aber stiegen die Bürgeler Mädels vom Bummelzug in den ICE um, um mit einem 45:21-Heimsieg der Meisterschaft entgegenzueilen.

Die zu Beginn gewählte 5:-1-Deckung erwies sich gegen die Gäste nicht als die beste Abwehrvariante und ließ der HSG Dreieich zu viel Platz für ihre Angriffe. Man geriet sogar mit 8:9 in Rückstand. Erst nach einer Abwehrumstellung auf eine 6:0-Deckung machte man den Gegnerinnen die Räume eng und die Zweikämpfe wurden entschlossener geführt. Die Sicherheit übertrug sich nun auch auf den Angriff und der Zug begann langsam Fahrt aufzunehmen. Mit einem 4:0-Lauf drehte man das Spiel und ging mit 12:9 in Führung. Auch von der Auszeit des Gegners ließ man sich nicht vom eingeschlagenen Kurs abbringen. Mit einem weiteren 4:0-Lauf baute man den Vorsprung auf 16:9 aus. Bis zur Pause gaben die Bürgler Mädels weiter Gas und mit einer beruhigenden 21:11-Führung ging es zum Halbzeitzwischenstopp.

Auch in den zweiten Halbezeit nahm der Bürgler ICE sofort wieder volle Fahrt auf und setzte den Gegner gleich unter Druck. Der Vorsprung wurde immer weiter ausgebaut. Fehler oder Fehlwürfe der Gäste wurden zu schnellen Tempogegenstoßtoren genutzt. Auch nach einer längeren Unterbrechung wegen einer Verletzung einer Gästespielerin, verloren die Bürgler Mädels nicht ihre spielerische Linie. Phasenweise spielte man sich in einen Rausch. Selbst als das 30.Tor durch Debora-BamBam Mastroserio fiel, war der Torhunger nicht gestillt. Bis zum Spielende wurde weiter schnell von hinten herausgespielt. Das 40.-Tor erzielt unter großem Jubel Samantha Sattler. Aber auch danach rollte der Bürgler ICE weiter und stoppte erst nach einem sehenswerten Rückhandtor von Elfi Oliger zum 45:21.

Trainer Kaiser nach dem Spiel: „Der Beginn war heute sehr zähflüssig und wir brauchten einige Zeit, um zu unserem Spiel zu finden. Das Ziel bereits ein Spieltag vor Saisonende die Meisterschaft erringen zu können, wirkte sich lähmend aus. Was die Mädels aber dann nach dem Rückstand gezeigt haben war sensationell. Aus einer sicheren Abwehr wurde immer wieder schnell nach vorne gespielt und Tor um Tor erzielt. Toll ist auch, dass sich alle Spielerinnen in der Torschützenliste eintragen konnten. Die Mannschaft war erneut der Star. Die Mädels haben sich mit einer tollen Saisonleistung den Aufstieg und die Meisterschaft mehr als verdient. Sensationell waren aber auch unsere Zuschauer, die uns zum wiederholten Male lautstark angefeuert und unterstützt haben. Unsere Fans waren nicht nur heute, die 8. Spielerin auf dem Feld“.

Im letzten Spiel der Saison 2018/2019 muss man die weite Reise an den Rand des Vogelsberg, nach Birstein, antreten. Gegen den SV Hochland-Fischborn, möchte man die Runde mit einem weiteren Sieg abschließen. Hierzu gilt es aber nochmal konzentriert über 60 Minuten zu agieren, denn Hochland-Fischborn konnte insbesondere in den Heimspielen mit mancher Überraschung aufwarten. Man ist also gewarnt, den Gegner nicht zu unterschätzen. Trotz der langen Anfahrt, würde sich die Mannschaft über eine lautstarke Unterstützung freuen. Das Spiel findet am Samstag, 04.05.2018, 17.00 Uhr, in der Mittelpunktschule Birstein statt.

Spielerinnen: Rieth, Schäfer; Bernier (1/1), Berends (4), Dertinger (1),  Eichhorn (4), Hellstern (2), Kaufhold (7), Mastroserio (8/1), Memovic (1/1), Oliger (4), Sattler (1/1), C. Schmitt (5), M. Schmitt (7)

Zeitstrafen: TSG 2 – HSG 5
Siebenmeter:     TSG 4/5 – HSG 2/2

Spielfilm: 2:0, 4:3, 6:6, 8:7, 8:9, 12:9, 17:10, 21:11 – 24:13, 26:14, 30:15, 33:17, 37:18, 40:19, 42:20, 45:21

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