Am letzten Spieltag mussten die Damen II die weite Reise nach Birstein, am Rand des Vogelsbergs, antreten. Die Mannschaft war nach dem Gewinn der Meisterschaft gewillt, auch dieses Spiel zu gewinnen. Die Motivation war, die Rückrunde ungeschlagen zu bleiben. Dazu musste man aber nochmal alle Kräfte mobilisieren, denn die Gastgeberinnen spielen erfahrungsgemäß zu Hause meistens stärker auf, als in der Fremde. Man war also gewarnt, den Gegner nicht zu unterschätzen und gewann am Ende mit 32:22.

Mit einer defensiven 6:0-Abwehr wollte man die Räume für die Heimmannschaft eng machen und das Zusammenspiel zwischen dem Rückraum und der Kreisläuferin stören. Dies gelang zwar, aber dafür ließ man der gegnerischen Linkshalben zu viel Platz, den diese auch weidlich nutzte. Erst nach einer Umstellung auf eine 5:1-Abwehr konnte man den Spielaufbau der Gastgeberinnen empfindlich stören. Durch schnelles Umschaltspiel setzte man den Gegner sofort unter Druck und konnte nach ausgeglichener Anfangsphase mit einem 6:0-Lauf von 7:8 auf 7:14 absetzen. Den Bürgler Mädels gelang es den Vorsprung bis zur Pause zu halten (12:19).

In die zweite Halbzeit startet man ohne Samedina Memovic und Elfi Oliger, die dann leider als Schiedsrichterinnen im Einsatz waren. Die Spielerreduzierung fiel erst nicht ins Gewicht, denn die TSG-Damen spielten weiter aus einem Guss. Bis zur 45. Minute baute man den Vorsprung auf 17 Tore aus (13:30). Als dann Nicky Berends verletzt ausschied und Isabelle Kaufhold krankheitsbedingt nur noch zu Kurzeinsätzen kam, machte sich langsam ein Kräfteverschleiß bemerkbar. In der Schlussphase waren die Körner aufgebraucht und die „Flasche leer“. Im Angriff agierte man nun zu überhastet und schloss die Angriffe unvorbereitet ab. Die Fehler nutzte der Gegner zu leichten Tempogegenstoßtoren und konnte mit einem 6:0-Lauf das Ergebnis deutlich korrigieren. Die Zeit reichte jedoch nicht mehr aus, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Mit 32:22 konnte auch das letzte Rückrundenspiel gewonnen werden.

Trainer Kaiser nach dem Spiel: „Ich muss nochmal den Hut vor der Mannschaft ziehen. Obwohl schon alle Entscheidungen gefallen waren, hat die Mannschaft eine tolle kämpferische Leistung gezeigt. Das zum Ende die Kräfte schwanden, war nachvollziehbar, da der Kader zu diesem Zeitpunkt schon sehr dezimiert war. Der Sieg geriet aber nicht mehr Gefahr, da der zuvor erspielte Vorsprung zu hoch war. Jetzt haben sich die Mädels erstmal eine längere Pause verdient, bevor dann im Juni die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt. Jetzt gilt es noch „Danke“ in Namen der gesamten Mannschaft zu sagen. Danke an den Verein für die Unterstützung; Danke an unsere Frauenwarte Schöppi und Markus, die immer ein offenes Ohr für uns hatten; Danke an das Trainerteam der ersten Damen-Mannschaft – Marion, Jugo und Markus – für die gute Zusammenarbeit; Danke an „Medizinmann“ Thomas Dehmer, der immer bereitstand, wenn er gebraucht wurde; Danke an unsere Fans, die uns über die gesamte Saison mehr als nur getragen haben – ihr ward unsere 8. Frau auf dem Spielfeld.“

TSG: Rieth, Schäfer; Bernier (2/1), Berends (2), Dertinger (1/1), Hellstern (5), Kaufhold (6), Mastroserio (8/3), Memovic (2), Oliger, Sattler (1), C. Schmitt (2), M. Schmitt (3).

Zeitstrafen: TSG 2 – SVH 0
Siebenmeter: TSG 6/5 – HSG 4/3
Spielfilm: 1:3, 3:5, 5:7, 7:8, 7:14, 9:16, 12:19 – 12:24, 13:28, 14:30, 16:32, 20:32, 22:32.


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