Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der letzten Pflichtspielniederlage mussten die Mannen von Coach Hannes Heinl bei ihrem zweiten Auftritt als Aufsteiger in der B-Klasse bei TGS Seligenstadt II eine herbe 39:24 (19:13)-Niederlage einstecken. Dabei zahlte die TSG durchaus Lehrgeld und muss für den weiteren Saisonverlauf unbedingt Konsequenzen aus diese Demontage ziehen.

Dabei war man durchaus hoffnungsfroh angereist. Es fehlten zwar einige Leistungsträger, aber das Personal war in jedem Fall ausreichend. Nur leider fehlten vom Anpfiff weg die nötige Konzentration, die Geduld und der körperliche Einsatz. Die erste Auszeit beim Stand von 0:7 (!) kam deutlich zu spät. Dennoch hätte in der Folge das Spiel noch kippen können, denn danach verkürzte Bürgel auf 12:15 und war in Ballbesitz.

Es kam jedoch anders. Der Ball wurde verspielt, und der folgende Gegenstoß brachte nicht nur das 16:12 für den Gastgeber, sondern auch noch eine (vertretbare) Zeitstrafe für die TSG. So war der Gegner zur Pause wieder auf 19:13 enteilt.

Nach der Pause blieb Seligenstadt konzentriert, während der Gast nichts mehr zuzusetzen hatte. Seligenstadt spielte über sechzig Minuten eine knallharte Abwehr und kam dabei mit einer einzigen gelben Karte aus. Bürgel dagegen agierte schlafmützig und bekam insgesamt sechs Bestrafungen, von denen die meisten komplett überflüssig waren. Ab der zweiten Auszeit ging es Bürgels Trainer nur noch um Schadensminimierung (44.Min.).

Im ersten Heimspiel der neuen Saison am Samstag will die „Wundertruppe“ sich wieder von ihrer sympathischen Seite zeigen und ansprechenden Handball bieten. Der Gegner HSG Preagberg II wird zwar eine harte Nuss, hat er doch in Seligenstadt gewonnen. Aber letztlich geht es ja nicht nur um die Verteilung der Punkte, sondern auch und vor allem um die Art und Weise, wie ein Ergebnis zustande gekommen ist.

TSG III: Reinholz, Laga; Wolf (8/1), Rochelle (6), S. Lenort (3), Jahn (2), Werner (2), Schwagereit (1), Karpf (1), F. Scherling (1), R. Schulz, Brendel, L. Jöckel.

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