Die vermeintlich leichten Spiele entpuppen sich meistens als die schwierigsten Spiele, denn jeder erwartet, dass man diese deutlich gewinnt. Oftmals hat man die Spiele im Kopf schon gewonnen, die Frage ist nur, wie hoch wird man gewinnen. Da kann der Trainer warnen und hinweisen wie er will, denn wenn das kleine Teufelchen „Unterbewusstsein“ seine Finger im Spiel hat, agiert man nicht selten sorglos und wenig zielstrebig. Und da liegt die Crux begraben, denn manchmal gelingt es nicht mehr den Schalter umzulegen oder umzulegen, wenn es bereits zu spät ist. Wer mehr erfahren will, der muss nun auch den Rest lesen! Soviel vorweg, das Spiel ging 39:22 (16:11) für Bürgel aus.

Es kam wie es nicht kommen sollte, in der Abwehr fehlte die notwendige Laufbereitschaft und man hielt sich nicht an die Vorgaben. Im Angriff agierte man zwar mit Zug zum Tor, vergaß aber die Chancen auch zu nutzen. Mit 2:4 und 4:6 geriet man ins Hintertreffen. Dem Rückstand musste man bis zur 19. Minute hinterherlaufen. Beim 7:7 war endlich der Ausgleich geschafft. Die Bürgler Mannschaft agierte aber weiter fahrig und unkonzentriert. Nur langsam gelang es sich vom den Gastgeberinnen abzusetzen, denn man ließ in der Folgezeit weiterhin beste Chancen ungenutzt. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit stellte man sich besser auf den Gegner ein und konnte mit eine 5-Tore-Führung in die Pause gehen (16:11).

Die Mannschaft kam wie verwandelt aus der Kabine und setzte sich mit 4:0-Lauf auf 20:11 ab. Endlich wurden die Chancen besser genutzt und mit einem 8:0-Lauf zog man vorentscheidend auf 28:12 davon. In der Folgezeit gab das Trainergespann Kaiser allen Spielerinnen Einsatzzeiten, ohne dass der Spielfluss verloren ging. Zwar kam die HSG noch zu einigen Torerfolgen, aber der Sieg der Bürgler Mädels geriet nicht mehr in Gefahr.

Trainer Kaiser nach dem Spiel: „Nach der ersten Halbzeit, hatte ich nicht mehr geglaubt, dass wir das Spiel so deutlich gewinnen werden, aber die Mannschaft hat rechtzeitig das Ruder herumgerissen und mit einer deutlichen Leistungssteigerung sich den Sieg auch in der Höhe verdient. In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt und die notwendige Ernsthaftigkeit vermissen lassen. Zum Glück hat sich die Mannschaft rechtzeitig auf ihre Stärken besonnen und die Fehler der HSG dann konsequent ausgenutzt“.

Im letzten Spiel des Jahres 2019 erwarten die Damen II die Mannschaft des TV Langenselbold II. Der Gegner ist eine Wundertüte, denn man weiß nie, wer evtl. von der ersten Mannschaft aushilft. Zwar steht der Gegner in der Tabelle hinter unserer Mannschaft, aber dieser hat mit der einen oder anderen Überraschung schon aufhorchen lassen. Hier wird man nur mit einer geschlossenen und konzentrierten Leistung über 60 Minuten eine Chance haben, die Punkte in Bürgel zu behalten. Das Spiel findet am Samstag, 21.12.2019, um 19.00 Uhr in der ESO-Sportfabrik statt. Die Damen II würden sich wieder über eine lautstarke Unterstützung freuen.

TSG: Rieth, Schäfer;  Augustat, Berends (4), Eichhorn (6), Herrmann (2), L. Hof, Mastroserio (10/3), Memovic (6/2), Oliger (1), Rauch (3), C. Schmitt , M. Schmitt (5), Tremmel (2).

Siebenmeter: TSG 5/6- HSG 3/5
Zeitstrafen: TSG 1 – HSG 0

Spielfilm: 4:2, 6:4, 7:7, 8:7, 9:11, 11:13, 11:16 – 11:20, 12:20, 12:28, 15:30, 17:33; 20:36, 22:39.

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