Konnte man im Hinspiel der HSG Preagberg noch einen Punkt abringen, hingen an diesem Samstag Abend die Kirschen, sprich die Punkte, zu hoch in Groß-Krotzenburg. Von Beginn an fanden die Bürgler Damen nur schwer ins Spiel. Auch als man den frühen Rückstand drehte und in Führung ging, gab das nicht die gewünschte Sicherheit. Die Verunsicherung zog sich dann auch wie ein roter Faden durch das ganze Spiel.

Die Bürgler Mädels hatten sich viel vorgenommen. Eventuell waren auch die eigenen Erwartungen zu hoch und man stand sich daher selbst im Weg. Zudem wurde sich in der Abwehr auch nicht an die Vorgaben gehalten, so dass die HSG immer wieder ihre Kreispielerin in Szene setzen konnten. Nach dem man gleich mit 2:0 in Rückstand geriet, war man noch guten Mutes, denn es glang schnell auszugleichen und sogar in Führung zu gehen (2:3). Jedoch agierte man im Anschluss im Angriff zu drucklos und ungefährlich. Kurz darauf lag man mit 6:3 wieder im Rückstand. Auch die von Trainer Kaiser gelegte Grüne Karte verpuffte wirkungslos. Dem Rückstand lief man in der Folgezeit stets hinterher. Zudem ließ auch die Disziplin zu wünschen übrig, denn man haderte immer mehr mit sich selbst oder dem Schiedsrichter. Trotz allem war man am Ende der ersten Halbzeit noch in Schlagweite (13:9).

Die Bürgler Damen waren mit den Gedanken wohl noch in der Kabine, denn die Gastgeberinnen setzten sich vorentscheidend mit einem 6:1-Torlauf ab (19:10). Zwischenzeitlich musste es den Bürglern Anhängern Angst und Bange werden, denn es gelang den Bürgler Damen in dieser Phase nicht den Abstand zu reduzieren. Erst gegen Ende des Spiels konnte man noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, ohne jedoch den Rückstand wirklich verringern zu können.

Trainer Kaiser nach dem Spiel: „Das war heute ein gebrauchter Tag. Es gibt einfach solche Spiele wo nichts zusammenläuft. Wir hätten noch Stunden weiterspielen können und hätten dem Spiel keine Wendung geben können. Heute waren wir nicht in der Lage unsere Leistung abzurufen und mit Ausnahme von Torfrau Franzi Schäfer, Melli Tremmel und Youngster Ivana Tatalovic erreichte keine Spielerin ihre Normalform. Sollten wir uns in der kommenden Woche gegen die HSG Hanau nicht deutlich steigern, werden wir es dort sehr schwer haben“.

Am kommenden Sonntag (16.02.2020) steht das nächste schwere Auswärtsspiel bei der HSG Hanau an. Will man gegen die Hanauerinnen etwas gewinnen, muss alles stimmen und die HSG einen schwächeren Tag erwischen. Aber man hat immer eine Chance und jedes Spiel muss erst gespielt werden. Im Hinspiel gelang es den Favoriten lange zu ärgern. Zur ungewohnten Mittagszeit, 14:00 Uhr, muss man in der Main-Kinzig-Halle antreten. Die Bürgler II. Damen hoffen, dass sie bei der hohen Auswärtshürde von vielen Fans unterstützt werden.

TSG: D. Rieth, Schäfer; Augustat, Berends, Herrmann, Hof 1, Mastroserio 4/2, Memovic 2/1, Oliger 4, C. Schmitt 2, M.Schmitt 3, Tatalovic 2 und Tremmel 5

Spielfilm: 2:0, 2:3, 6:3, 8:5, 11:8, 13:9 | 15:10, 19:10, 21:11, 24:16, 27:18, 27:21, 29:26

7-Meter: TSG = 3/3 | HSG = 7/4
Zeitsrafen: TSG = 4 | HSG = 4

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