Nach drei Niederlagen in Serie und zuletzt einigen Problemen bei der Kaderrekrutierung hat Bürgels Dritte offenbar wieder in die Spur zurückgefunden. Mit voller Kapelle war man am Sonntagabend in Hainhausen angetreten, was vorwiegend auf die fünf teilnehmenden A-Jugendspieler zurückzuführen war. Nach ansprechender Leistung gewann die TSG verdient mit 26:25 (15:12), was sich ein klein wenig enger liest, als es war.

Die „Men-Power“ muss erhöht werden, hatte Coach Heinl zuletzt gefordert, und er wurde von den A-Jugendlichen gehört. Bis auf den verletzten Max Schmitt (Duschunfall) und Torwart Mario Kaiser (- weil ohnehin schon genügend Torhüter am Start -) waren alle berechtigten Jugendspieler mit nach Hainhausen gekommen. Die TSG begann jedoch zunächst einmal mit den Routiniers, die die Vorgabe, im Angriff geduldig, aber gleichzeitig auch schnell und beweglich zu spielen, nicht so ganz umzusetzen vermochten. Nach einer Viertelstunde und zwischenzeitlichem Drei-Tore Rückstand nahm Bürgel die erste Auszeit (Spielstand 7:5). Tremmel, Wenzel und Solloch kamen für Scherling, Schwagereit und Werner, womit mal eben über 90 Jahre Handballerfahrung weniger auf dem Platz standen. Aber die Jungs machten ihre Sache prächtig, ebenso wie die bereits vorher eingewechselten Daniel Zahn und Fabio Morgano. Von 4:7 und 6:8 ging es über 10:8 und 14:9 bei 15:12 in die Pause. Und Marcel Karpf (Jg. 1999) erfreute sich daran, streckenweise ältester Bürgeler Feldspieler zu sein.

Nach der Halbzeit änderte Bürgel entsprechend nur wenig, nach gut 37 Minuten stand zum wiederholten Male ein fünf Tore Vorsprung zu Buche, der aber nicht weiter ausgebaut werden konnte. Denn die Gastgeber kämpften engagiert um ihre Heimpunkte und konnten nach dem 15:20 immer wieder bis auf zwei Treffer herankommen.  In der Schlussviertelstunde versuchte es Hainhausen mit einer doppelten Manndeckung gegen Karpf und Seifert, aber die Bürgeler jungen Wilden konnten daraufhin sehr gut reagieren und kamen reihenweise zu völlig freien Abschlüssen. Einzig: die Dinger gingen nicht rein! So musste selbst nach dem 26:23 (57. Min.) nochmal gehörig gezittert werden. Beim letzten Bürgeler Ballverlust waren dann allerdings schon nur noch zwanzig Sekunden auf der Uhr, so dass man das 25:26 mehr oder weniger ohne Gegenwehr zuließ und danach die Zeit einfach ablaufen lassen konnte.

Insgesamt ein gelungener Abend, an dem sich Nachwuchs und Routine gut ergänzten und der auch in Hinblick auf das letzte Saisondrittel zuversichtlich stimmt.

TSG III: Wullbrandt, Laga; Karpf 6(2), Seifert 5, Solloch 4, Daniel Zahn 3, Wenzel 3, Tremmel 3, F. Morgano 2, Scherling, Schwagereit, Müller, Reinholz, Werner    

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