In einer denkwürdigen Partie behielten die Bürgeler beim Tabellendritten glücklich, aber ganz sicher nicht unverdient die Nase vorne, erzielten den Siegtreffer in allerletzter Sekunde durch Rene Nickolay, der über das gesamte Feld ins leere Tor des TVB traf. Zuvor hatte der TSG-Nachwuchs, wie schon so oft in der Rückrunde, Spiel und Gegner beherrscht, brach dann aber mit seinem dünnen Kader ein und geriet nach einer 20:18-Führung mit 20:25 ins Hintertreffen. Vorne lief nichts mehr zusammen, klare Chance, darunter zwei Strafwürfe blieben ungenutzt, und Breckenheim konterte mit Gegenstößen und leichten Treffern. Die TSG kam zwar beim 24:26 auf Tuchfühlung, leistete sich aber erneut schwere Schnitzer und schien beim 30:25 keine fünf Minuten vor dem Ende geschlagen. Mit allerletzter Energie konnte die Breiler-Truppe aber den Spieß zum 30:31 drehen, weil die Schiedsrichter auf die Tube drückten und resolut auf Zeitspiel entschieden. In den letzten 30 Sekunden überschlugen sich die Ereignisse: die Gastgeber glichen nochmals aus, mussten dann aber 13 Sekunden vor dem Ende wieder einen Siebenmeter und eine Zeitstrafe hinnehmen. Der wurde zwar vergeben, doch die wenigen Sekunden reichten noch zum Sieg.

Breckenheim brachte nach einem Team-Timeout trotz doppelter Unterzahl einen fünften Feldspieler, spielte den Ball genau in die Hände von Rene Nickolay, und der traf mit dem Schlusspfiff über das ganze Feld ins leere Tor. „Die Jungs haben sich ein ganz großes Lob verdient, selbst wenn sie das Spiel verloren hätten. Sie haben eine tolle Moral bewiesen und gesehen, dass selbst Spiele, die scheinbar schon verloren sind, noch zu drehen sind. Das könnte für die nun anstehende Quali eine ganz wertvolle Erfahrung sein“, freute sich Trainer Christian Breiler.

Es spielten: Nils Schohl, Sebastian Brehmer; Nils Lenort (6/2), Rene Nickolay (8/2), Patrik Käseberg (9), Michael Mühlberger (1), Stephan Denhard, Volker Rauch (1), Stefan Stanco (3), Pascal Heeg (2), Yannik Grotemeyer, Julian Gathof (2).

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