Unbestrittene Nummer 1 der Abstiegskandidaten ist der TV Langenselbold, und dort ist man sich sowohl der Rolle als auch der eigenen Möglichkeiten vollends bewusst. Eine echte Chance zum Klassenerhalt hat die Truppe von Claudius Rudolf wohl nur dann, wenn es lediglich einen einzigen Absteiger geben wird, denn dann muss sie nur ein einziges Team hinter sich lassen. Und das könnte die SG Dietzenbach sein, die ebenfalls mit einem harten Kampf um den Klassenerhalt rechnen muss. Die TS Großauheim muss wohl ebenfalls einen Rang in der unteren Tabellenregion befürchten, ein wirklicher Kandidat für einen Abstiegsplatz sind die Auheimer aber gewiss nicht.

Die Kandidaten für den ersten Platz und die Meisterschaft ergeben sich schon durch den Abstieg aus der Landesliga Hessen Süd in der zurückliegenden Runde. Mit der TG Nieder-Roden und der TSG Bürgel erwischte es zwei Teams aus dem Bezirk OF-HU, und beide zählen natürlich ganz klar zum Kreis der Titelanwärter. Eine gute Rolle wird sicher auch die HSG Maintal spielen; die steht mitten im engen Favoritenkreis. Vorne mitspielen werden wohl auch der TV Kesselstadt und die TS Bischofsheim, allerdings sind diese Teams am Ende wohl nicht ganz oben wieder zu finden.

Als Aufsteiger hat es die Turnerschaft Steinheim sicher schwer, ernsthafte Probleme wird die Truppe von Trainer Jung aber nicht bekommen. Sie hat bestimmt genügend Substanz, um nicht in den Kampf gegen den Abstieg verwickelt zu werden. Wo die Turnerschaft schließlich genau landen wird, muss sich zeigen.

 

Die Schere geht in der Bezirksoberliga ganz weit auseinander. Vorne die Großen aus Maintal, Bürgel, Nieder-Roden, hinten sind Langenselbold und Dietzenbach zu erwarten. Dazwischen gibt es neun Teams, die wohl mit Meisterschaft und Abstieg nichts zu tun haben sollten, beides aber entscheidend beeinflussen können. Verletzungsprobleme, Kaderstärke und Tagesform werden oftmals den Ausschlag über Sieg und Niederlage geben, und bei der Ausgeglichenheit der Liga wird es mit Sicherheit eine spannende Spielzeit geben.

Ein ganz grober Einblick in das neue Regelwerk –seit dem 1. August in Kraft- soll hier auch noch gegeben sein. Ab sofort dürfen 14 Spieler auf den offiziellen Bogen eingetragen werden, ein Vorteil für den, der einen großen und ausgeglichenen Kader hat. Bei Deckenball gibt es für den Gegner Einwurf von der Seite und nicht mehr vom Tor. Und um das Spiel noch weiter zu beschleunigen, gibt es bei Betreten des Kreises Abwurf vom Tor und nicht mehr von der Stelle des Vergehens. Härter bestraft werden sollen in Zukunft auch die Fouls im Rücken des Angreifers. Wie die Umsetzung durch die Schiedsrichter gelingt, bleibt abzuwarten!

Quelle: Hanauer Anzeiger/Sonderbeilage vom 16. September 2005