Knapp und unglücklich mit 29:30 zog die TS Großauheim bei der TSG Bleichenbach den Kürzeren, die TS Steinheim kam bei einer schwachen Vorstellung mit 25:41 bei der TSG Bürgel unter die Räder.

TS Bischofsheim – TV Kesselstadt 26:21 (12:8): Beinahe zwei Stunden dauerte die Partie, die unter chaotischen Umständen litt. Da war zum einen der Dress der völlig überforderten Schiedsrichter, die wie die Kesselstädter in schwarz aufliefen, dann sorgte ein Ausfall der Zeitnahme für eine weitere Unterbrechung, von denen es aufgrund von massenweise Siebenmetern und Zeitstrafen ohnehin schon genug gab. Entscheidend für den Erfolg der Bischofsheimer war der unbedingte Einsatz und Siegeswille, den die Kesselstädter vermissen ließen. „Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich unsere gesamte Mannschaft vehement gegen eine Niederlage stemmt. Da kann das Fehlen von Peter Corell nicht als Entschuldigung herhalten“, machte TVK-Sprecher Patrick Franke seiner Enttäuschung Luft. Die Turnerschaft legte mit einer 4:1-Führung furios los, ehe Kesselstadt besser ins Spiel fand und zum 5:5 gleichzog. Die Gastgeber setzten jedoch energisch nach und, legten Führungen von 10:5 und 12:6 vor und konnten mit einem 12:8 völlig beruhigt in die Pause gehen. Nach dem Wechsel legte sich das Chaos ein wenig, und die Teams boten den Zuschauern endlich sehenswerten Sport. Die Gastgeber blieben vorne, weil sich die Schützlinge von Rainer Kegelmann im Abschluss nicht sonderlich geschickt anstellten und Torhüter Eul immer wieder gut aussehen ließen. Der wurde endgültig zum Matchwinner, als er beim 21:16 zwei Siebenmeter in Folge parierte und seinem Team mit dem 23:17 die Vorentscheidung ermöglichte. Während der TVK unter seinen Möglichkeiten blieb, spielte die Turnerschaft stark auf und hatte in Eul, Rammert, Bader und Bures die auffälligsten Kräfte.
Torschützen TSB: Rammert (6/3), Bures (6), Bader (4/1), Boyé (3), Nehring (2), Halter (2), T. Suttner, Ostern, Hartenfeller
Torschützen TVK: Kupferschmidt (9/6), Lang (4/2), Golomb (2), Bahnmüller (2), Martini, Geier, Fahl, Rieth
Schiedsrichter: Kujawski/Jung (SG Hainburg)
Zuschauer: 100
Siebenmeter: 5/4 – 12/8
Zeitstrafen: 10 – 5
Besondere Vorkommnisse: Rote Karten gegen Bagnara (TVK; 23.) wegen grobem Foulspiel und Rammert (TSB; 54.) nach drei Zeitstrafen

TV Langenselbold – HSG Maintal 21:28 (16:7): „Meine Jungs haben gekämpft wie die Löwen und sich den Respekt des Gegners verdient. Für unsere Verhältnisse war das eine ansprechende Leistung gegen einen starken Gegner. Wenn wir das gegen Teams unserer Kragenweite bringen können, werden wir auch zu Punkten kommen“, zeigte sich Rudolf nicht einmal unzufrieden. Freilich konnte er mit dem Auftreten seiner Jungs vor der Pause nicht zufrieden sein. Zwar legten die ein 4:2 vor, mussten nach dem 5:9 aber die Überlegenheit der HSG anerkennen und schien mit dem 7:16 zur Pause in ein Desaster zu schliddern. Mit einer doppelten Manndeckung gegen die Maintaler Rückraumspieler Dunkel und Balentovic brachte der TVL die Gäste aber völlig aus dem Tritt. Im zweiten Abschnitt war von der Souveränität der HSG nichts mehr zu erkennen. Langenselbold stemmte sich mit Macht gegen die Niederlage und konnte die zweite Hälfte mit 14:12 zu seinen Gunsten entscheiden. Entsprechend angefressen war dann auch HSG-Sprecher Bernhard Wosnitzka: „Wir haben nach dem Wechsel eine grotten-schlechte Vorstellung gegeben. Mit solchen Leistungen werden wir den hohen Ansprüchen wohl nicht gerecht werden!“
Torschützen TVL: Betz (6), Ostermann (4), Irion (3), Kunkel (3), Bechtold (2), Aßmus, Matt, Weingärtner
Torschützen HSG: Dunkel (9/5), Balentovic (6), Runkel (4), Franz (3), Maul (2), Specht (2), Tobias Hartenfeller, Plitzko
Schiedsrichter: Haun/Albert (Goldbach)
Zuschauer: 150
Siebenmeter: 2/0 – 6/5
Zeitstrafen: 4 – 4
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Irion (TVL; 55.) nach drei Zeitstrafen

TSG Bleichenbach – TS Großauheim 30:29 (14:17): Einmal mehr fehlte der TS Großauheim in einer knappen Partie das nötige Quäntchen Glück zum sicher verdienten Punktgewinn. Nachdem sich schon beim Aufwärmen Christoph Funk verletzte, knickte nach rund zehn Minuten auch noch Mathias Faulstich um und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Dadurch fehlten Trainer György Kiss die Alternativen und der Mannschaft am Ende ein paar wichtige Reserven. In der umkämpften Partie hatte Großauheim ein Chancen-Übergewicht, die Bleichenbacher dagegen das Glück auf ihrer Seite. Fehlwürfe der Turnerschaft waren zumeist gleichbedeutend mit Ballverlust, während bei der TSG die Abpraller häufig in den Händen des Mitspielers landeten und im Nachwurf zum Erfolg führten. „Es war zum Verzweifeln, wir hatten nur selten eine Chance an den Ball zu kommen“, haderte Matthias Funk. Nach einer guten ersten Hälfte hatte sich Großauheim eine 17:14-Führung erspielt, doch nach dem Wechsel lief es nicht mehr so rund. Beim 21:21 musste die Kiss-Truppe erstmals wieder den Ausgleich hinnehmen, bei knapp wechselnden Führungen blieb es dann bis zum Ende spannend. Bezeichnend die Tatsache, das Bleichenbach den entscheidenden Treffer Sekunden vor dem Ende markierte und der TS keine Zeit mehr zum Ausgleich blieb.
Torschützen TGA: Kleinschmidt (8/2), Weber (5/2), Krischke (5), Mathias Funk (4), Möhwald (4), Werner (2), Christoph Funk.
Schiedsrichter: Gaubatz/Flocke (Dietzenbach/Steinheim)
Zuschauer: 60
Siebenmeter: 5/4 – 6/4
Zeitstrafen: 2 – 3

TSG Bürgel – TS Steinheim 41:25 (19:12): Eine knappe Viertelstunde hielten die Gäste dagegen, aber auch nur, weil die TSG in der Abwehr viel zu defensiv und zu passiv agierte. Die Steinheimer kamen weit in die Nahwurfzone und ließen Torhüter Golla kaum eine Chance. In der Defensive stand Steinheim zunächst nicht schlecht, doch mit zunehmender Dauer wurde das Angriffsspiel der Gastgeber flüssiger. Hinzu kam, dass sich Steinheim mehr und mehr Fehler leistete und mit Gegenstößen überlaufen wurde. So war die Partie beim 19:12 zur Pause bereits entschieden, und nur noch die Höhe des zu erwartenden Sieges stand in Frage. Die Gäste nahmen nach dem Wechsel Nowinski und Zmurko in Kurze Deckung, öffneten damit aber selbst die Räume und wurden vorschriftsmäßig ausgespielt. Bis zum 30:20 blieb es beim Abstand um zehn Treffer, am Ende wurde es dann ganz bitter für die Gäste, die das Tempo hoch hielten und so in ihr Verderben rannten.
Torschützen TSS: Schwab (9/4), Müller (4/3), Till Fabian (4), Gaehn (4), Grünbecken (2), Moisch, Jan Fabian
Schiedsrichter: Krag/Parker (Nieder-Eschbach)
Zuschauer: 120
Siebenmeter: 2/2 – 9/7
Zeitstrafen: 6 – 2