Allerdings waren die Gäste in weitaus höherer Personalnot und kamen mit gerade sieben Spielern angereist. Doch derart „angeschlagene Boxer“ sind bekanntermaßen oft unangenehme Gegner, und so entwickelte sich auch das Spiel. Die Bürgeler Deckung inklusive Torhüter blieb zu Beginn des Spiels weit unter ihren Möglichkeiten, es wurde unglücklich, zum Teil aber auch einfach nur zu lasch agiert. Auch im Angriff mangelte es an Einsatzbereitschaft, „dahin zu gehen, wo es weh tut“. Erst nach diversen Auswechselungen und Umstellung der Abwehr auf 4+2 bzw. später 3+3 konnte Bürgel aus einem 6:10 Rückstand noch ein 9:10 zur Pause machen.

Nach dem Ausgleich zum 11:11 blieb das Spiel knapp bis 14:14, dann ging die TSG erstmals in Führung. Bei den Gästen ließen nun merklich die Kräfte nach, während unsere Mannschaft immer besser in´s Spiel fand. Bei 18:15 war eine Vorentscheidung gefallen, und als drei Tore in Folge zum 21:16 gelangen, war die Partie entschieden.

Die sieben Dietzenbacher verdienen auf jeden Fall Respekt, da sie sich mit aller Macht gegen die Niederlage stemmten und nie aufgaben. Die Bürgeler Mannschaft aber auch, denn ein Spiel, in dem 20 Minuten lang so gut wie gar nichts funktioniert noch aus dem Feuer zu reißen, das ist auch eine Kunst.

Daniel Schädel, Berthold Reinholz; Stefan Gibbert (8), Michael Nöth (4), Christian Onate (3), Bernd Müller (3/1), Stefan Scherling (3/1), Brian Schultz (1), Thorsten Hofmann, René Lahaye, Christian Ebert, Robert Lange