Trainer Heinl hatte gegen die wurfgewaltige Rückraummaschinerie der Gäste von Beginn an eine aggressive 3:2:1 Deckung verordnet. Leider gingen seine Akteure in den Anfangsminuten nur halbherzig zu Werke und ließen den Gästespielern zu viele Freiräume. Nach einer Auszeit (nach bereits knapp sechs Minuten, Spielstand 2:5) wurde das Deckungsverhalten dann allmählich so, wie man es sich von Beginn an gewünscht hätte. Da stand es allerdings schon 3:8. Über die zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 6:8 und 9:11 ging es bei 10:14 in die Pause.

 

Nach dem Wechsel musste unsere Mannschaft, die wegen Grippe ohnehin schon auf Thorsten Hofmann und Markus „Brian“ Schultz verzichten  musste, auch noch den Ausfall von Bernd Müller verkraften, der sich am Daumen verletzte. Dennoch hielt sie das Spiel einigermaßen knapp bis zum 13:16 Mitte der zweiten Hälfte. Danach allerdings setzten sich die körperlich überlegenen und routinierten Gäste vorentscheidend auf 13:19 ab und ließen ihren Sieg nicht mehr in Gefahr kommen. Die Schlussphase ging dann an Bürgel, aus einem 16:23, dem höchsten Rückstand des Spiels, gelang noch Ergebniskosmetik zum 21:25. Eine echte Chance, das Spiel noch zu wenden, bestand aber zu keiner Zeit.

 

Trotzdem, es war unterm Strich eine wirklich tolle Leistung unserer „Zwoten“, in der Stefan Gibbert mit 22 Jahren teilweise ältester Spieler auf dem Feld war. Gegen diesen Gegner muss man sich nach einer knappen Niederlage nicht verstecken und die nächsten Siege werden mit Sicherheit nicht lange auf sich warten lassen.

 

Berthold Reinholz, Daniel Schädel; Stefan Gibbert (5), Bernd Müller (4), Rene Lahaye (4/3), Michael Nöth (3), Frank Scherling (3/1), Marius Finger (1), Christian Ebert (1), Stefan Scherling, Robert Lange, Christian Onate