Disziplinlosigkeit auf dem Feld von Radek Zmurko, der früh –und völlig zu recht- die Rote Karte sah, und auf der Bank, wo Spieler nach persönlicher Kritik ihre Einwechslung verweigern, das ist das traurige Bild, das die Mannschaft derzeit abgibt. Dass die Hausherren mit allen Mitteln um den Sieg kämpften, drückte sich in sieben Zeitstrafen aus, während sich Bürgel dagegen bei nur zwei Bankstrafen mit einer viel zu passiven Abwehr praktisch ohne nennenswerten Widerstand in eine Niederlage ergibt, das enttäuschte die wenigen mitgereisten Fans. Die Summe der Eigenfehler war schließlich verantwortlich für die Niederlage. Die Abwehr gab den Torhütern wenig Unterstützung, der Angriff entwickelte aus der zweiten Reihe kaum Druck, und so wurde Sprendlingen eigentlich nie richtig gefordert. Der totale Zusammenbruch erfolgte, nachdem Nowinski beim 27:23 mit einem Siebenmeter scheiterte und der Ball per Gegenstoß im TSG-Tor landete (53.). Björn Bahlmann, der im zweiten Abschnitt für Gerd Golla zwischen die Pfosten kam und bis dahin überzeugte, war dann bei sieben weiteren Gegenstößen völlig chancenlos. Ihn traf an der hohen Pleite noch die geringste Schuld.

 

Es spielten: Gerd Golla, Björn Bahlmann; Robert Nowinski (10/8), Marco Fischer, Radek Zmurko (2), Jens Kaiser (1), Claudius Deichmann (3), Tim Geyer, Claus Müller, Christian Onate, Marc Pries (4), Sebastian Marten, Jacek Naglik (3), Friedrich Kreis (1).

Schiedsrichter: Börner/Güntner (Großkrotzenburg)                Zuschauer: 150 Siebenmeter: 6/6 – 9/8                                                                   Zeitstrafen: 7 – 2

Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Zmurko wegen Unsportlichkeit (13.)