Es sah zunächst nicht schlecht aus für die TSG-Männer gegen starke Hanauer, die in ihren beiden letzten Spielen gegen die Favoriten Steinheim und Obertshausen/Heusenstamm achtbare Resultate erzielt hatten. Mit 3:1 und 5:3 gingen die Bürgeler in Führung, spielten dabei diszipliniert im Angriff und geschlossen in der Deckung. Je lauter es aber wurde in der Halle (Hanau hatte einen kleinen „Fanclub“ mitgebracht!), desto schlechter klappten die Absprachen. Irgendjemand hatte immer irgendetwas nicht mitbekommen, so dass bei Spielzügen keiner mehr frei stand, bzw. unvorbereitete Kreisanspiele und Abschlüsse zu Ballverlusten führten. Hanau indes spielte im Angriff „seinen Stiefel“ weiter und konnte so bis zur Pause ein 12:9 vorlegen.

 

In der Halbzeit besann sich die TSG darauf, wieder strukturierter aufzubauen und kam auch prompt zum Erfolg. Mit gut herausgespielten Treffern gelang der 12:12 Ausgleich. Ab da liefen unsere Spieler immer einem Ein-Tor-Rückstand hinterher, einzige Ausnahme war das 14:16, welches aber auch ausgeglichen wurde. Nur gelang es eben nicht, bei Unentschieden einmal einen Angriff konsequent zuende zu spielen oder mit einem Tempogegenstoß endlich wieder die Führung zu übernehmen. In der Schlussviertelstunde wurde dies immer schwerer, weil häufige (durchweg berechtigte) Zeitstrafen für Unterzahlsituationen sorgten. Dennoch konnte sich Hanau nicht mehr absetzen, nur war eben beim Stande von 19:20 die Spielzeit vorbei.

 

Nach dem 18:20 in Steinheim und dem 20:21 in Bruchköbel war dies nun bereits die dritte knappe Niederlage, die mit etwas mehr Durchschlagskraft im Angriff hätte vermieden werden können. Hier wird der Hebel weiterhin angesetzt werden, denn die Abwehr ist mit im Schnitt 20,6 Gegentreffern sicher nicht das Problem. Mit 23 Toren in jeder Partie hätte unsere Zweite sechs Siege aus sieben Spielen! Damit ist die Zielvorgabe für die beiden ausstehenden Spiele vor Weihnachten klar.

     

Daniel Schädel, Berthold Reinholz; Thorsten Hofmann (4), Marius Finger (3), Brian Schultz (3), Michael Nöth (2), René Lahaye (2), Bernd Müller (2), Stefan Gibbert (1), Frank Scherling (1), Stefan Scherling (1), Christian Ebert (n. e.)