Die Gründe für die sowie spielerisch als auch läuferisch unbefriedigende Leistung sind in der Einstellung der Akteure zu suchen. Wie das nun mal so ist, wenn man zum Tabellenletzten reist, glaubt man das Spiel schon vor dem Anpfiff gewonnen zu haben. Die Tatsache, dass der Schiri nicht erschien und ein Seligenstädter das Spiel leitete, kam bei den Spielerinnen genauso wenig an wie die Tatsache, für den erwarteten Sieg auch etwas tun zu müssen. Tore wurden ausschließlich durch Einzelaktionen oder Siebenmetern erzielt. Die 6 – 0 Deckung der Gastgeber hätte jedoch noch mehr unter Druck gesetzt werden müssen. Im Angriff standen die Spielerinnen allesamt zu nah an den Gegnern, wodurch kein richtiger Spielfluss entstehen konnte. Auch wurden viele Chancen aus dem Rückraum vergeben.  

Die Abwehr war unkonzentriert und stand nicht am Mann, was zu vielen Strafwürfen führte. Durch die bescheidene Abwehrleistung hatte unsere Torfrau viel zu tun, meisterte ihre Aufgaben jedoch bravourös und verdient letztendlich den Dank der gesamten Mannschaft.

 

Topscorer war Jana Jacob mit 9 von 11 Toren. Wenn es gelingt, individuelle Klasse auf das Team zu verteilen,  werden auch solche Spiele ohne Nervenkitzel in den Schlussminuten gewonnen. Seligenstadt führte zwar nie, erzielte jedoch stets den Ausgleich. Eine 10:6 Führung reichte am Ende aus, um den Sieg über die Zeit zu retten. "Ich hoffe, die Mädels lernen aus solchen Spielen, dass es ohne Konzentration und dem Willen zu gewinnen nicht geht. Positiv bleibt zu erwähnen, dass jener Wille bei der TSG stärker war und der Sieg somit in Ordnung geht", kommentierte Trainer Tim Geyer das Spiel.

Es spielten: Laura Fleischhacker, Jana Jacob (9/4), Niki Kaiser (1), Steffi Pfeiffer, Ania Walach, Melanie Mucke, Dorothe Wanke, Sara Klesczewski, Caroline Pfeiffer