Am Ende der wenig ansprechenden Partie waren sich alle Beteiligten einig, dass die Schiedsrichter eine ganz schwache Vorstellung gaben. Freilich hatten auch alle ihren eigenen Blickwinkel und fühlten sich benachteiligt. Besonders haderte die Turnerschaft, die mit ihrer Kritik für die Schlussminuten sicher nicht daneben lagen. Dass die Referees bis zur 45. Minute den Gastgebern kaum eine Chance ließen, ging in der Enttäuschung über die Niederlage aber völlig unter. Und die Enttäuschung der Gäste war absolut verständlich, nachdem sie eine 16:10-Führung zur Pause verspielt hatten. 

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Bürgel kam im ersten Abschnitt überhaupt nicht in Tritt, weil Bischofsheim engagiert arbeitete und stark körperbetont arbeitete. Missverständnisse im Zusammenspiel nutzten die Gäste bei Gegenstößen entschieden und bestimmten das Geschehen bis zur Pause nach Belieben. Beim 8:15 schien die Frage nach dem Sieger beantwortet und nur noch die Höhe der Niederlage in Frage zu stehen. Besonders enttäuschend für die Zuschauer war das Auftreten der TSG-Spieler, die sich untereinander anmeckerten und so etwas wie mannschaftliche Geschlossenheit völlig vermissen ließen. Bei der Turnerschaft war das Verhalten kaum besser, denn auch da gab es Meckereien, als der Vorsprung mehr und mehr zusammenschmolz. Beim 15:18 war der Kontakt schon einmal hergestellt, doch Bischofsheim konterte zum 16:21 und hielt den Abstand bis zum 18:23. Dann aber machten sich bei den Gästen konditionelle Probleme bemerkbar, die TSG verkürzte auf 23:25 und drehte nach dem 25:28 mit vier Treffern in Folge den Spieß zur ersten Führung überhaupt. Bischofsheim kam wohl nochmals zum Ausgleich, doch den letzten Angriff nutzte Tobias Drews zum umjubelten Siegtreffer für die TSG.

Es spielten: Gerd Golla, Kai Siegordner; Robert Nowinski, Jens Kaiser (2), Tim Geyer (2),  Claudius Deichmann (11/4), Christian Onate, Friedrich Kreis, Sebastian Marten (1), Boris Wolf (4), Jacek Naglik (1), Tobias Drews (8), Marco Fischer, Stefan Kovacs (1).

Schiedsrichter: Reinhard/Unterleider (Groß-Zimmern)                      Zuschauer:80

Siebenmeter: 4/4 – 8/8                                                            Zeitstrafen: 6 – 4