Abwehrarbeit stand bei beiden Mannschaften nicht auf dem Spielkonzept. Es wurde bedingungslos angegriffen, wobei die Bürgeler zunächst durch passives und defensives Verhalten auffielen, sich zudem von der „Schnellen Mitte“ der Gäste überrumpeln ließen. Solange Sprendlingen aufs Tempo drückte, hatte die TSG das Nachsehen. Doch die Gäste nahmen sich immer wieder Pausen, und Bürgel ließ sich nicht abschütteln. Vom 7:9 setzte sich die SKG über 8:12 auf 9:14 ab. Zur Pause war aber der Anschluss beim 16:18 wieder hergestellt. Auch in der zweiten Hälfte war zunächst Sprendlingen eher im Bild, legte zwei Tore zum 16:20 zu, doch Bürgel fand den Anschluss zum 20:21 und konnte im offenen Schlagabtausch  beim 29:28 und 30:29 sogar die Führung übernehmen. Das gelang in erster Linie dank Gerd Golla, der nun ein paar tolle Paraden zeigte und mit sauberen Pässen Boris Wolf bediente. Der traf bei Gegenstößen beinahe nach Belieben und krönte seine Leistung mit seinem 13. Treffer zum 39:39-Gleichstand vier Sekunden vor dem Ende.

 

Dass es dazu noch kommen würde, damit rechnete 100 Sekunden vor Schluss niemand in der Jahnhalle. Die Mannschaft von Gregor Wade hatte sich nach dem 35:36 auf 35:39 abgesetzt und sah wie der sichere Sieger aus. Nach eklatanten Ballverlusten sorgten Wolf, Fischer, Drews und erneut Wolf noch für den umjubelten Punktgewinn.

 

Nachdem Claudius Deichmann schon nach wenigen Minuten verletzt ausgefallen war, führten die Routiniers Nowinski, Drews und Fischer die TSG-Youngster zu einer starken Vorstellung. Dabei überzeugte nicht nur Boris Wolf, sondern auch Sebastian Marten und Tim Geyer.

 

Es spielten: Gerd Golla, Kai Siegordner; Robert Nowinski (5), Jens Kaiser, Claudius Deichmann (2/1), Friedrich Kreis, Boris Wolf (13), Marco Fischer (4), Sebastian Marten (4), Tobias Drews (10/1), Tim Geyer (1), Christian Onate.

 

Schiedsrichter: Hölzinger/Bäbler (Steinau)                                                  Zuschauer: 120

Siebenmeter: 2/1 – 6/3                                                                               Zeitstrafen: 6 – 4

Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Geyer (59:56) wegen taktischem Foul