Jacek Naglik, Martin Drosdek, Philipp Bott und den privat verhinderten Andreas Nubert fand die Mannschaft vor der Pause nie in ihr Spiel und wurde erst effektiver, als Tobias Drews mit aufs Parkett ging.

In der ersten Hälfte wurde in der Abwehr nicht genügend gearbeitet, so dass die Rückraumspieler Gäste sich die Ecke aussuchen konnten und den Torleuten der TSG keine Chance ließen. Das schnelle Spiel nach vorne wurde so gut wie gar nicht praktiziert und wenn doch, wurde der Gast aus Dietzenbach ein ums andere Mal mit teils dilettantischen Fehlpässen zu Tempogegenstößen eingeladen. So lag man schnell mit 4:9 zurück (12.). Einzig Robert Nowinski war es zu diesem Zeitpunkt zu verdanken, dass die TSG nicht noch höher zurück lag, da er es immer wieder schaffte, mit Einzelaktionen die gegnerische Abwehr zu überwinden. Nach einer Auszeit änderte sich zunächst das Bild und es gelang, sich auf 10 zu 12 heran zu kämpfen (24.). Die letzten sechs Minuten der Halbzeit wurden jedoch wieder kampflos verschenkt und es ging mit einem 11:17 Rückstand in die Halbzeit.  

Erst in der zweiten Hälfte fing sich die Mannschaft und zeigte eine wenn schon nicht gute, so doch zumindest kämpferisch starke Leistung. Tobias Drews wechselte sich selbst ein und endlich gelang es, den Gegner unter Druck zu setzen. Binnen 10 Minuten schaffte es die TSG, den Rückstand zu verkürzen und auf 18:20 heran zu kommen. In dieser Phase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Tore der Gäste wurden postwendend mit einfachen Toren nach schnellem Anstoß beantwortet und beim 26-26 der erste Gleichstand heraus gekämpft (50.) – dies geschah nicht zuletzt auch Dank der großartigen Unterstützung von Seiten der Bürgeler Fans. Dietzenbach konnte noch einmal ein 27:29 vorlegen, die größeren konditionellen Reserven der TSG Bürgel waren es aber, die letztendlich den Ausschlag gaben. Beim Stande von 32-31 war die erste Führung nach dem 1-0 hergestellt. Dietzenbach gelang zwar nochmals der Ausgleich, aber Sebastian Marten und Claudius Deichmann stellten den glücklichen 34:32 Endstand her.

"Das war eine alles in allem enttäuschende Vorstellung der jungen Truppe, die über weite Phasen ihr spielerisches Potenzial nicht abrufen konnte.  Es bleibt zu hoffen, dass sich die Mannschaft steigert, um den schlechten Eindruck zu revidieren, den sie in den letzten Spielen hinterlassen hat", erwartet Tobias Drews noch eine deutliche Steigerung. 

Für die TSG spielten: Peter Vrabel, Kai Siegorder (31.-48.); Robert Nowinski (9/6), Tobias Drews (5), Claudius Deichmann (4), Boris Wolf (4), Sebastian Marten (4), Tim Geyer (3), Torsten Burchardt (2), Jens Kaiser (1), Sven Lenort (1), Philipp Thomas (1), Christian Onate.