Ohne die immer noch verletzten Jacek Naglik und Martin Drosdek geriet die Mannschaft schnell mit 1-5 ins Hintertreffen. Vorne wurde – wie schon in den letzten Spielen – der Gegner immer wieder mit Fehlpässen zum Tempogegenstoß eingeladen, hinten wurde in der harmlosen 6-0 Abwehr zwar seitwärts verschoben, jedoch kein Schritt nach vorne gemacht, sodass sich die schnellen Sprendlinger, die auf ihren Spielmacher Mark Ullmann sowie auf  Michael Nowak verzichten mussten, immer wieder frei von 7m die Ecke aussuchen konnten. Zwar konnte sich Bürgel noch mal auf 5-6, bzw. 7-8 heran kämpfen (nicht zuletzt durch 3 schöne Tore schnell hintereinander von Sven Lenort), das sollte aber das letzte Mal sein, dass man auf Tuchfühlung heran kam. Vorne wurde wieder und wieder der Ball kampflos hergeschenkt, hinten fand man kein Mittel gegen die einfachen Kreuzbewegungen der Sprendlinger – binnen weniger Minuten lag man 7-12 zurück und ging mit einem 6 Tore Rückstand in die Halbzeit (13-19), dem man den Rest des Spieles hinterher laufen würde. Wer nun hoffte, die 1. Herren würden mit neuem Mut aus der Kabine kommen und, wie in den letzten Spielen, durch aufopferungsvollen Kampf zurück in Spiel gelangen, wurde leider eines Besseren belehrt. Binnen weniger Minuten lag man mit 10 Toren zurück (17-27) und es schien sich ein Debakel an zu bahnen. Erst als man die Abwehr auf zunächst eine, später auf doppelte Manndeckung gegen die beiden auffälligsten Sprendlinger Akteure Isering und Laribi umstellte, sowie Tobias Drews sich nach einer Auszeit selbst ins Spiel brachte (37. Min.) kam man langsam besser ins Spiel und sogar noch einmal auf 5 Tore heran (26-31). Das sollte aber das Beste sein, was man an Ergebniskorrektur noch zu Stande brachte. Sprendlingen spulte sein Repertoire routiniert herunter und nutzte die Löcher, die sich durch die doppelte Manndeckung in der Bürgeler Deckung auf taten, konsequent aus. Alles in allem eine vermeidbare Niederlage, die aber aufgrund des Auftretens der Bürgeler Mannschaft auch in dieser Höhe verdient ist. Es bleibt zu hoffen, dass die junge Mannschaft in der Zukunft in der Lage ist, ihre Nervosität ab zu legen um auch gegen Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte zu punkten – vielleicht schon nächste Woche beim Landesliga-Absteiger TGS Niederrodenbach.  

Es spielten: Peter Vrabel, Kai Siegorder (30. – 46.); Boris Wolf (8/1), Claudius Deichmann (5), Tobias Drews (4), Sven Lenort, Sebastian Marten, Andreas Nubert (je 3), Tim Geyer, Philipp Bott, Robert Nawinski (je 1), Torsten Burchardt, Philipp Thomas, Christian Onate  

 

Zeitstrafen: 2 – 3                                                                   7m: 2/1 – 2/1 

Schiedsrichter: Beringer/Fink (Zeppelinheim/Walldorf)