Dadurch gelang es der routinierten Niederrodenbacher Mannschaft immer wieder, durch simple Kreuzbewegungen die Bürgeler Hintermannschaft aufzureissen und so zu einfachen Toren zu gelangen. Erst nach der Umstellung auf eine defensivere 6-0 Deckung kam die erste Mannschaft, die wieder auf Martin Drosdek zurück greifen konnte, besser in Spiel und über ein 15:9  (21. Minute) zu einem 18:14 Halbzeitstand heran. Aber bereits hier deutete sich an, was letztendlich den Unterschied zwischen dem Landesliga-Absteiger und der jungen Bürgeler Mannschaft an diesem Tage ausmachen sollte. Während sich die Heimmannschaft nur wenige technische Fehler leistete und ihre Torchancen konsequent nutzte, leistete sich Bürgel immer wieder Fehlpässe und vergab an diesem Tag wenigstens 10 klare Torgelegenheiten. Dazu kam, dass die Bürgeler Mannschaft sich über die ganze Spielzeit vom Schiedsrichtergespann Foucar/Sommerfeld benachteiligt sahen.

In der zweiten Hälfte zeigte sich die Mannschaft, die früh auf Sebastian Marten und Mitte des zweiten Durchgangs auch noch auf Tobias Drews verzichten musste, durchaus in der Lage, dem körperlich überlegenen Gegner entgegen zu treten. Mit einem immer stärker werdenden Peter Vrabel im Tor hielt man über ein 21:16 (40. Minute) und 28:23 (50. Minute) lange den 5 Tore Rückstand, um letztendlich mit einer 7-Tore Niederlage den Heimweg an zu treten.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die Leistung der zweiten Hälfte wahrscheinlich in der Vorwoche zu einem Sieg gereicht hätte, gegen einen der Titelaspiranten der BOL aber 50 Minuten nicht genug sind, um bestehen zu können. Nun gilt es durch Siege gegen die vermeintlich leichteren Gegner der nächsten Wochen einen sicheren Platz in der oberen Tabellenhälfte zu sichern.

Für die erste Mannschaft spielten: Peter Vrabel, Kai-Uwe Siegorder; Boris Wolf (8/1), Tobias Drews (5), Claudius Deichmann (3), Robert Nowinski (3), Sven Lenort (3), Andreas Nubert (2), Torsten Burchardt (1), Martin Drosdek (1), Jens Kaiser (1), Tim Geyer, Sebastian Marten, Philipp Thomas. 

Schiedsrichter: Foucar, Sommerfeld (Dreieichenhain/Altenhaßlau)

Siebenmeter: 3/2 – 1/1                                      Zeitstrafen: 6 – 5