Angeführt
von einem starken Martin Drosdek auf Rückraum Mitte und Claudius
Deichmann am Kreis ging die Bürgeler Mannschaft in einem temporeichen
Spiel schnell in Führung und schaffte es durch konsequentes
Angriffspiel immer wieder einfache Tore zu erzielen. Die schnelle Mitte
funktionierte gut an diesem Tag, im Angriff wurde der freistehende
Mitspieler gesucht und gefunden und die sich bietenden Chancen zunächst
konsequent genutzt. Lediglich in der Abwehr wurde nicht energisch genug
gegen den Gegenspieler gearbeitet, sodass beide Torhüter keine Chance
bekamen, sich auszuzeichnen.
 Bürgel
legte in dieser Phase immer wieder ein Tor vor und den Gästen gelang es
zunächst nur, dran zu bleiben. Über ein 5-5 schaffte man es, sich beim
7-5 und 9-7 leicht abzusetzen, jedoch musste beim 10-10 erneut der
Ausgleich hingenommen werden. In der besten Phase des Spieles schaffte
es die junge Bürgeler Mannschaft, sich beim 16-13 erstmals durch ein
sehenswertes Kempa-Tor durch Tim Geyer mit 3 Toren abzusetzen – ein
Vorsprung, mit dem es auch in die Pause ging (21-18). Aber bereits hier
hatte man es versäumt, den sprichwörtlichen Sack zu zumachen:
Mindestens 5 klare Torchancen wurden nicht genutzt, sodass durchaus ein
höherer Vorsprung möglich gewesen wäre.

Zu
Begin der 2. Halbzeit bot sich zunächst das gleiche Bild. Bis zum 25-22
hielt Bürgel den 3-Tore-Vorsprung, musste dann aber den Ausgleich zum
25-25 hinnehmen (38. Minute). Niedermittlau/Altenhaßlau – die seit
Mitte der ersten Hälfte mit einer kurzen Deckung gegen Drosdek agierten
– spielte konzentrierter in der Abwehr, nutzte die vermehrt
auftretenden Fehler der Bürgeler Mannschaft konsequent aus und ging
dementsprechend mit 29-31 in Führung (49. Minute). Bürgel schaffte zwar
den postwendenden Ausgleich (31-31, 51. Minute), versäumte es aber in
doppelter Überzahl, sich wieder abzusetzen. Statt den resultierende
Freiraum zu nutzen, wurde der Gast durch individuelle Fehler aufgebaut
und Bürgel geriet mit 2 Toren in Rückstand – einen Rückstand, den man
in der restlichen Zeit nicht mehr in der Lage war aufzuholen. Auch
durch eine offene Manndeckung in den letzten Minuten schaffte man es
nicht, die 36-38 Niederlage abzuwenden.
 Alles in allem eine schmerzhafte Niederlage, die durch etwas mehr Cleverness in den letzten  Spielminuten durchaus hätte vermieden werden können.
 
Für Bürgel spielten: Peter Vrabel (1. – 16. und 54. – 60. Minute) und Kai-Uwe Siegorder (16. – 54. Minute) im Tor
 
Claudius
Deichmann (10), Boris Wolf (8), Martin Drosdek, Tim Geyer (je 5),
Andreas Nubert (4/1), Sebastian Marten (2), Jens Kaiser, Philipp Thomas
(je 1), Sven Lenort, Robert Nawinski, Philipp Bott.
 
 
Schiedsrichter: Breidt (Oberrad) / Schneider (Frankfurt) 
 
7m: 4/1 – 3/3 

 

Zeitstrafen: 3/9