Danach sah es zu Beginn des Spiels allerdings gar nicht aus. Bürgel musste auf den verletzten Marco Izzo verzichten, während Seligenstadt erstmals in dieser Saison komplett angetreten war. Die Gästemannschaft hatte es in der vergangenen Spielzeit als einziges Team geschafft, der Bürgeler Dritten zwei Niederlagen zuzufügen. Nach zwei „Holztreffern“ von Heinl lag die TSG mit 0:3 hinten, und auch nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich konnte sich Seligenstadt nochmals auf 6:3 absetzen. Mit Stefan Scherling, Lampe und Brack kamen dann frische Spieler auf den Platz, die schneller und sicherer passten und vor allen Dingen auch trafen. Bürgel glich aus und verwandelte danach einen 6:7 Rückstand in eine 13:8 Führung. Sascha Brack erzielte mit seinen Treffern Nummer fünf und sechs das 18:12 und war somit maßgeblich am Fünf-Tore-Vorsprung zur Halbzeit beteiligt.

Die zweite Hälfte begann Bürgel dann wieder mit der Startformation und fing sich auch prompt erstmal einen Konter zum 18:14 ein. Danach aber machten Claus Müller und Hannes Heinl endlich Ernst und schossen die Tore zur 25:16 Führung, unterstützt durch Christian Ebert, der beim 24:15 den schönsten Treffer des Spiels machte (Ballannahme und Torwurf im Sprung nach Zuspiel von Hieke). Nun sollte wie üblich durchgewechselt und die Partie locker heimgefahren werden. Da machten die Gäste aber nicht mit und nicht zuletzt aufgrund einer desolaten Chancenverwertung von den Außenpositionen der TSG an diesem Tag verkürzte Seligenstadt Tor um Tor bis auf 25:23. Jetzt waren plötzlich Kämpferqualitäten gefragt. Claus Müller zeichnete sich hierbei besonders aus, denn obwohl er nach gerade überstandener Krankheit nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war zeigte er eine Top-Leistung, ebenso wie Michael Wolf im Tor, der trotz Kniebeschwerden spielte. Nachdem Christian Onate den Seligenstädter Lauf mit seinem Tor zum 26:23 endlich unterbrochen hatte, konnte sich Bürgel wieder auf 33:25 absetzen und machte damit „den Sack zu“. Die beiden letzten Tore waren nur noch für die Statistik. Unter dem Strich war die Bürgeler Dritte das klar stärkere Team, machte sich aber mit den beiden Schwächephasen zu Beginn und Mitte der zweiten Hälfte selbst das Leben unnötig schwer.

Es spielten: Wolf, Wollek; Claus Müller (9/1), Brack (6), Korus (5), Lampe (3), Stefan Scherling (3), Heinl (2), Josef Kreis (2), Onate (2), Ebert (1), Frank Scherling, Hieke, Schales.