Die TSG Bürgel, die ohne den langzeitverletzten Jacek Naglik, den kranken Jens Kaiser und ohne die beruflich verhinderten Kai-Uwe Siegorder und Thorsten Burchardt (dafür aber wieder mit dem genesenen Claudius Deichmann) aufliefen, traf auf einen hochmotivierten Gastgeber, der mit Tom Grunwaldt, Dominik Keller und Martin Schöne immerhin drei Spieler aus dem aktuellen Zweitligakader aufbieten konnte. Wer unter diesen Umständen auf ein schnelles Spiel mit vielen Toren gehofft hatte wurde allerdings enttäuscht!
Von Beginn an wurde das Spiel beherrscht von zwei starken Abwehrreihen. Die ersten Herren, die in der gleichen Startformation wie beim Heimsieg gegen Kesselstadt antraten, schafften es in der ersten Hälfte nur selten, durch schnelles Passen und gelungene Kombinationen die Außenangreifer in gute Wurfpositionen zu bringen. Zu oft rannte man sich in der körperlich überlegenen Abwehr des Gastgebers fest oder scheiterte freistehend am Gelnhäuser Torwart – zu ‚verschlafen’ wirkten die Aktionen der TSG in den ersten 30 Minuten. In der Abwehr gelang es der soliden 5-1 Formation aber auch, die gegnerischen Angreifer früh zu stören und so die gefährlichen Gelnhäuser Rückraumschützen zu schlechten Würfen zu zwingen. Peter Vrabel im Tor war es zu verdanken, dass es nur 11-10  für den Gastgeber aus Gelnhausen zur Pause stand.
Nach der Pause bot sich im Angriff zunächst das gleiche Bild, allerdings mit einem großen Vorteil für Bürgel: Bereits in der ersten Minute nach dem Wechsel musste Gelnhausen auf Martin Schöne – aufgrund seiner dritten Zeitstrafe – verzichten. Parallel dazu gelang es Sebastian Marten auf der vorgezogenen Position immer besser, das Angriffsspiel des TV Gelnhausen zu stören. Bürgel nutzte diesen ‚Moment’, um den knappen Halbzeitrückstand in eine 15-13 Führung (40. Minute) zu drehen, die man im weiteren Verlaufe des Spieles nie wieder aus der Hand gab. Über ein 17-15 und 19-17 schaffte man es beim 21-18 (55. Minute) das erste Mal, sich auf 3 Tore abzusetzen, was letztendlich auch den Endstand bedeuten würde.
Erfreulich, dass die junge Bürgeler Mannschaft auch in der Lage ist, solche Spiele nur in der Abwehr zu entscheiden – durch kompromissloseres Angriffsspiel wäre aber sicher auch eine frühzeitigere Entscheidung möglich gewesen. Nun gilt es, am kommenden Sonntagmorgen in Bischofsheim zu bestehen, um sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen.

TSG Bürgel: Peter Vrabel, Michael Wolf; Boris Wolf (9), Claudius Deichmann (7), Robert Nowinski (5), Philipp Bott, Martin Drosdek, Tim Geyer, Sebastian Marten, Andreas Nubert, Christian Onate, Philipp Thomas

Schiedsrichter: Werner/Werner (Hainhausen)

Strafwürfe: 2/1 – 5/3                       Zeitstrafen: 7 – 6