Es gab hierfür wohl auch einige Gründe. Torhüter Wolf erlitt beim Warmschießen einen „Hexenschuss“. Da Thorsten Wollek wegen eines gebrochenen Fingers aber nicht spielen konnte, biss der „Hexer“ die Zähne zusammen und machte unter Schmerzen eine bravouröse Partie im Bürgeler Kasten. Allerdings konnte er nach seinen Paraden nicht wie sonst im Sprint den Ball holen, und so war der Tempogegenstoß, eine der wichtigsten Stärken der TSG, quasi nicht möglich. Hinzu kam, das sämtliche Rückraumspieler dann „mit der Brechstange“ aus der zweiten Welle zum Torerfolg kommen wollten und sich ein ums andere Mal festrannten. Während Rodenbacher Angriffe teilweise mehrere Minuten lang dauerten, gab es bei Ballbesitz für die Gäste oft schon nach Sekunden einen technischen Fehler oder schwachen Abschluss. Bis zum 6:8 liefen die Bürgeler so einem Rückstand hinterher, bevor sie sich auf ihre spielerischen Mittel besannen und mit vier Toren in Folge die erhoffte Halbzeitführung schafften.

Die zweite Hälfte begann mit dem 11:8 für die TSG, aber die Rodenbacher hielten dagegen. Sie hatten durch die fahrlässige Spielweise des Tabellenführers Oberwasser bekommen und machten sicher ihr bisher bestes Saisonspiel. Nach dem 11:11 gelang es der TGS noch das 11:13 wieder auszugleichen, und auch nach dem 16:13, 18:15 und 19:16 für Bürgel blieb es spannend bis zum 19:17. Dann stellten Heinl, Lampe per Siebenmeter und Schales mit einem Überraschungswurf mit ihren Treffern zum 22:17 endlich die Weichen auf Sieg. Aufgrund der Leistungssteigerung nach der Pause war der Erfolg ohne Frage verdient, und Siegeswillen und Einsatz in der zweiten Halbzeit konnten doch zumindest teilweise über die spielerischen und taktischen Mängel an diesem Tag hinwegtrösten. 

 

Es spielten: Wolf; Josef Kreis (4), Heinl (4), El-Chami (3), Lampe (3/1), Schales (2), Lenort (2), Korus (2), Hieke (1), Frank Scherling (1), Stefan Scherling (1), Friedrich Kreis (1), Soravia.