Gespannt ging Bürgel in diese Partie. Nicht nur das die Anhänger beider Vereine im Vorfeld schon mächtig Stimmung zu diesem Spiel machten, sondern auch weil das Team sehen wollte wo es steht. Denn der Gegner der Vorwoche ist sicherlich kein Maßstab für das Ziel der Mannschaft.

Wie auch gegen Steinau begann Bürgel das Spiel konzentriert. Mit ein paar schönen Spielzügen ging Bürgel 3:0 in Führung. Dann kamen die Dietzenbacher auch besser ins Spiel und verkürzten auf 5:4. Aber wieder war sie da, die von Trainer Klaus Bastian gut postierte Abwehr. Dietzenbach fielen keine Mittel gegen die defensive 6:0-Deckung ein. Nur verpassten es die Gastgeber sich schon in dieser Phase entscheidend abzusetzen. Über 7:4, 9:5 und 9:7 führte man im Schnitt immer mit 3 Toren.

Doch dann drehte Bürgel auf und traf auch das gegnerische Tor wieder. Und nachdem Klaus Bastian auf eine 5:1 Abwehr umstellte, war Dietzenbach völlig aus dem Konzept geworfen. Nicht ein Treffer gelang Ihnen bis zum Halbzeitstand von 16:7. Zudem erhielt Dietzenbachers Krick in der 24. Minute nach einem Foul die Rote Karte.

Die zweite Halbzeit begann Bürgel wieder mit der 5:1-Abwehr und konnte Dietzenbach auf Distanz halten. Aber nach und nach stellten die Gäste sich besser auf die offensive Deckung ein und nutzen die Lücken. Sie witterten auf einmal wieder ihre Chance und dies machte sie gefährlich. Über 19:9, 20:13, 22:15 war Bürgel mit 23:19 wieder in erreichbarer Nähe. Auch die nun folgende 6:0-Deckung verbesserte die Lage nicht und beim 23:22 sahen viele Bürgel schon als Verlierer aus der Halle gehen. Zudem mittlerweile Drosdek (43.Minute) und Naglik (51.Minute) auch wegen Roter Karte fehlten.

Aber das Bürgeler-Team, gestützt von den Anfeuerungsrufen seiner Fans, besann sich wieder. Clever spielten sie die letzten Minuten aus und gewannen so am Ende verdient 28:25.

Positiv an diesem Spiel war auch, dass Klaus Bastian alle Spieler aufs Parkett schicken konnte. Es hat sich wieder gezeigt, das Bürgel nicht einfach auszurechnen ist. Aber ob Dietzenbach ein Maßstab für das Ziel der Mannschaft war, wird man noch abwarten müssen.

TSG Bürgel: Sven Stein, Dimi Nastos, Sebastian Marten (2), Martin Drosdek, Claudius Deichmann (2), Tim Geyer, Andi Nubert (1), Boris Wolf (4), Marius Finger (1), Sven Lenort (2/1), Jacek Naglik (5), Marco Fischer (5/3), Jens Kaiser (6).

Siebenmeter: 6/4 – 4/2

Zeitstrafen: 1 – 2

Rote Karten: Drosdek, Naglik – Krick