Man durfte das Spiel gegen den Tabellenletzten nicht leichtfertig angehen und den Gegner unterschätzen. Zudem die Gastgeber ohne Swen Stein, Jens Kaiser und Marius Finger auskommen mussten.

Die Bischofsheimer begannen ihr Spiel wie erwartet mit einer ruppigen Deckung, mit der sie auch schon in der Vorwoche gegen Gelnhausen aufgefallen waren. Dort bekam das Bischofsheimer Team 10 Zeitstrafen und 13 Siebenmeter gegen sich auferlegt.

Nur beeindruckt von der Härte der Gäste war Bürgel nicht. Bis zum 3:3 war das Spiel ausgeglichen. Dann bekamen die Gäste leicht die Oberhand und gingen mit 3:5, 5:8 in Führung. Technische Fehler und Abschluss-Schwäche vor dem Tor waren die Gründe für den Rückstand der Bürgeler. Aber Bürgel fing sich und zudem ging die Bischofsheimer Taktik, mit einer harten Deckung zu spielen, nicht auf. Denn die gelben Karten waren schnell verteilt und es folgten die Zeitstrafen. Dies nutzte die Mannschaft um Trainer Klaus Bastian natürlich aus. Über 10:10 ging man mit 11:10 endlich in Führung und erspielte den 15:13 Halbzeitstand. Es war kein schönes Spiel bis dahin, da mehr der Kampf das Geschehen bestimmte und die spielerischen Elemente in den Hintergrund gerieten.

Aufgrund der knappen Führung kamen die Bürgeler motiviert und konzentriert aus der Kabine. Nun sahen die Zuschauer an ganz anderes Spiel. Bischofsheim bestrafte sich weiterhin mit Zeitstrafen und Bürgel nutzt die Schwächen der Gegner im Deckungsverhalten. Eine Mannschaft wie Bischofsheim, die sich durch plumpe und unnötige Fouls selbst dezimiert, ist kein Prüfstein für das Team aus Bürgel. Zudem war Bischofsheim mit den 8 Zeitstrafen noch gut bedient, so wurde unter anderem ein klarer Griff in den Arm von Martin Drosdek nur mit einem Siebenmeter bestraft. Über 18:13, 20:16 und 23:16 zeigte Bürgel wer Herr im Hause ist. Zudem die Gäste sich nun auch immer wieder an der Abwehr Bürgels und Dimi Nastos im Tor die Zähne ausbissen. Konzentriert spielte Bürgel weiter und nach dem 23:17 Anschlusstreffer der Bischofsheimer war das Spiel gelaufen. 5 mal in Folge sprang nun die Anzeigetafel auf Seiten der Bürgeler um einen Zähler weiter und zeigte 28:17. Der Rest war Makulatur und mit dem 30. Treffer durch Marcel Vogt blieb die Anzeige, beim Spielstand von 30:20, stehen.

TSG Bürgel: Dimi Nastos, Martin Drosdek (2), Boris Wolf (3), Marco Fischer (4), Sven Lenort (2/2), Jacek Naglik (9), Sebastian Marten (2), Claudius Deichmann (5), Tim Geyer, Andreas Nubert (2), Marcel Vogt (1)

Siebenmeter: TSG Bürgel: 4/2 – TS Bischofsheim: 6/5

Zeitstrafen: TSG Bürgel: 4 – TS Bischofsheim: 8