Beide Mannschaften konnten auf ihren kompletten Kader zurückgreifen und das Spiel begann ausgeglichen. Über das 2:0 der Kesselstädter konnten die Gäste aus Bürgel sogar mit 2:3 in Führung gehen. Aber nach dem 3:4 spielten die Kesselstädter konzentrierter. 4:4, 6:4. Bürgel mit Schwächen in der Abwehr und dies nutzte der Gegner konsequent aus. Aber Bürgel hatte seine Chancen auch im Angriff, setzte diese nur nicht in Tore um. Bürgel hielt dennoch mit, kämpfte weiter. Unterstützt von den zahlreich mitgereisten Fans. 6:5, 8:7, 9:8 immer blieb man auf Tuchfühlung und wartete darauf, dass auch der Gegner mal Fehler machte. Aber die Kesselstädter taten Bürgel diesen Gefallen nicht. Sie spielten ihr Spiel konsequent weiter und Bürgel wieder mit Schwächen im Abschluss. Und so setzten sich die Gastgeber zur Halbzeit über 11:9 auf 13:9 ab.

 

Zweite Halbzeit, das Spiel begann und Bürgel resignierte nicht. Sie witterten noch ihre Chancen und kämpften. 13:10, 14:11, 16:13, beide Mannschaften schenkten sich in dieser Phase nichts. Kesselstadt konnte sich nicht absetzen und Bürgel konnte den Rückstand nicht reduzieren. Zwei gleichwertige Teams standen sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Parkett gegenüber. Doch dann brach Bürgel ein, auf 20:13 zog Kesselstadt davon. Bei Bürgel lief im Angriff nichts mehr und es zeigte sich wieder, gegen eine robuste Deckung ist mit Einzelaktionen nicht viel zu holen. Wieder zeigte sich, das dieser Mannschaft ein Spieler fehlt der ein Spiel liest und lenken kann. Ein Spieler der Spielzüge ansetzt und die Mannschaft so ins Laufen und Ruhe in das Spiel bringt. Aber gerade in dieser Phase war jeder wieder auf sich allein gestellt.

 

20:14, jetzt wurde es Hitzig in der Halle. Hestermann aus Kesselstadt läuft einen Tempogegenstoß und wird durch ein normales Foul gestoppt. Aber er verliert die Nerven holt im Fallen aus und schlägt Andreas Nubert mit dem Ellenbogen ins Gesicht. Glimpfliche Strafe für ihn, Rot. Obwohl es ganz offensichtlich eine Tätlichkeit war. Aber die Courage gegen die Heimmannschaft einen Ausschluss zu pfeifen hatten die Schiedsrichter nicht. Dies spornte Bürgel aber wieder an, 22:16, wieder nur 4 Tore Rückstand. Jeder der auf der Seite Bürgels stand hoffte nun, dass das Spiel kippen würde. Jetzt wechselten die Gäste aus Bürgel viel und in kurzen Etappen, was neuerdings den Spielfluß hemmte, da die Spieler sich immer wieder auf die neuen Mitspieler einstellen mussten. 24:17 und keine 10 Minuten mehr zu spielen. Grundsätzlich war das Spiel gelaufen. Aber, und das muß man der Mannschaft aus Bürgel zugestehen, sie gaben nicht auf und kämpften weiter. Zu keiner Minute des Spieles gab man es verloren. 24:20, 24:21, 3 Tore, da sollte doch noch etwas drin sein, oder? Kesselstadt jedoch zu clever und abgeklärt. 28:23 stand es am Ende. 5 Tore Unterschied nur, weil Bürgel sich ein klein wenig unter Wert verkauft hat.

 

Gut, das Team aus Bürgel hat verloren. Bedenkt man aber, was diese Mannschaft bisher erreicht hat und mit 6 Minuspunkten noch nicht abgeschlagen ist, sollte man dies immer noch positiv sehen. Positiv sollte man auch sehen, dass viele Zuschauer in Bürgels Halle kommen und auch mit nach Kesselstadt gereist sind. Die Fans wollen guten Handball sehen und das will die Mannschaft auch bieten.

 

 

Es spielten: Swen Stein; Dimi Nastos, Boris Wolf (2), Jacek Naglik, Marco Fischer (3/2), Tim Geyer, Sven Lenort (3/2), Mirco Bagnara (2), Andreas Nubert (1), Claudius Deichmann (7), Jens Kaiser (2), Martin Drosdek (3), Michael Mühlberger, Chris Mohr (1)

 

 

Siebenmeter: TSG Bürgel: 6/4 – TV Kesselstadt: 8/7

Zeitstrafen: TSG Bürgel: 2 – TV Kesselstadt: 4

 

 

Jeweils eine Rote Karte.