Die ersten 15 Minuten hatte Bruchköbels Oberligareserve sogar leicht die Oberhand. Über 0:1, 2:3, 4:5 und 5:6 waren sie immer einen Tick vor Bürgel. Der Gastgeber brauchte einfach zu lange, um sich auf den Angriff des Gegners einzustellen. 7:7, 10:9, 11:10 – der Aufsteiger bot Bürgel Paroli und nutzte deren Abwehrprobleme. Doch dann dreht die TSG kurz auf und führte beim 15:10 erstmalig mit 5 Toren. Mit diesem Vorsprung ging das Team von Klaus Bastian mit einem 18:13 dann auch in die Pause.

Sicherlich waren sich die Meisten einig, dass nun der Knoten bei Bürgel geplatzt sei. Vor allem auch, weil die TSG gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte den Vorsprung auf 20:13 ausbaute. Aber er war noch nicht geplatzt und auch Bruchköbel wollte nicht so einfach die Segel streichen. Sie bäumten sich auf: 20:16, 21:17, 22:18. Noch immer war der Aufsteiger in Schlagdistanz. Im Gegensatz zur Vorbereitung war die Abschlussquote positiv, aber diesmal lag es am Abwehrverhalten, warum die Bruchköbler sich immer wieder herankämpfen konnten.

Doch nach 40 Minuten Spielzeit waren die Kräfte der Bruchköbler aufgebraucht. Bürgel nutzte die technischen Fehler und überrannte den Gegner mit Tempogegenstößen. 26:19, 30:19, selbst wenn der Ball ein mal eine Lücke beim Gastgeber fand, stellte dies Sven Stein im Tor vor keine großen Probleme und wurde wiederum mit schnellen Überlaufangriffen bestraft. 32:19, 34:21, der Gegner war bezwungen und beim Spielstand von 36:23 trennte der Schlusspfiff die beiden Kontrahenten.

Mit Bravour hat Bürgel die Premiere zwar nicht bestanden, aber so ist es doch immer, wenn es wie beim Sieg über den Landesligisten Stockstadt bei der Generalprobe zu gut läuft. Und es ist gut zu wissen, dass noch jede Menge Reserven in dieser ausgeglichenen Mannschaft stecken.

Es spielten: Sven Stein, Torsten Stellbrink, Boris Wolf (10), Jacek Naglik (4), Marco Fischer (1), Sven Lenort (1), Jens Kaiser, Tobias Nubert (3), Dominic Sonnberger, Henning Tiedemann (2), Martin Drosdek (3), Nils Lenort (2/1), Timo Kaiser (8), Nedzad Bekric (2)

Siebenmeter: TSG 3/1 – SGB 5/5
Zeitstrafen: TSG 2 – SGB 3

Schiedsrichter: Schönbach/Nguyen (Dietzenbach)