Die TSG konnte ihrer hohen Favoritenstellung in keiner Phase der Partie gerecht werden. Vielmehr war in der Abwehr kein Zusammenhalt zu erkennen, und im Angriff blieb vieles Stückwerk. Zwei Treffer in einer Viertelstunde waren bestimmt keine Meisterleistung, und so war es dann auch kein Wunder, dass die Gastgeber in der Mitte der ersten Hälfte mit 7:2 und 8:3 die Nase vorne hatten. Dreieich profitierte von den zahlreichen Fehlern der TSG im Angriff und nutzte seine Möglichkeiten zum Gegenstoß und die Freiräume zu leichten Toren aus dem Spiel. Nach einer Auszeit und deutlichen Trainerworten fand die Bastian-Truppe besser ins Spiel, glich aus zum 9:9, und hielt zur Pause mit dem 12:12 das Unentschieden. Im zweiten Durchgang änderte sich wenig am Spielverlauf, die Partie stand weiter auf des Messers Schneide. Die Bürgeler legten ein Tor vor und die HSG glich aus. Als Mitte der zweiten Hälfte beim 20:17 erstmals ein Vorsprung von drei Toren gelang waren die Gastgeber noch löngst nicht geschlagen. Mit konsequenter Spielweise hätte die TSG hier alles in trockene Tücher packen können, doch neuerliche Fehler brachten die Gastgeber wieder auf, und das Bangen hielt an. Bürgel musste weiter kämpfen und konnte sich schließlich bei Swen Stein bedanken, der in der entscheidenden Phase zwei Siebenmeter parierte und damit den Sieg festhielt. 

Für die anstehenden Aufgaben wird sich die Bastian-Truppe deutlich steigern müssen, wenn sie böse Überraschungen vermieden und nicht schon früh aus dem Rennen um einen Spitzenplatz ausscheiden will.

TSG Bürgel: Thorsten Stellbrink, Swen Stein; Timo Kaiser (7), Boris Wolf (5/1), Jacek Naglik (4), Tobias Nubert (3), Martin Drosdek (3), Nedzad Bekric (1), Nils Lenort (1), Henning Tiedemann (1), Dominik Sonnberger, Tim Geyer, Marco Fischer, Sven Lenort.