Am heutigen Spieltag konnten die TSG-Mädels ihre individuelle Stärke im 1 gegen 1 und den sonst gewohnten Tempohandball in der ersten Halbzeit zu keiner Zeit entfalten. Hinzu kam, dass die Mannschaft bis dato nicht gezeigte Schwächen in der Abwehr offenbarte. In nahezu jeder Aktion waren die Damen der TSG einen Schritt zu langsam bzw. zu inkonsequent. Trotz der Tatsache, dass die Haupttorschützin Schumacher des Gastgebers nahezu wirkungslos blieb, gelang es dem TV Langenselbold immer wieder durch 1 gegen 1 Aktion Löcher in der TSG-Abwehr zu finden oder die gut aufgelegte Kreisspielerin frei zu spielen. Nahezu jeder Fehlversuch der TSG-Damen wurde durch den TVL mit einem Tempogegenstoß-Tor gnadenlos bestraft. Immer wieder sahen sich die Torhüterinnen der TSG Würfen aus der Nahdistanz gegenüber und blieben zumeist machtlos. Folgerichtig stellte der starke Gastgeber schon nach 30 Min. beim Halbzeitstand von 18:8 die Weichen auf Sieg. Zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich das gleiche Bild. Unzureichende Absprachen in der Abwehr, zahlreiche Fehlversuche und Pfostenschüsse verhinderten, dass die TSG ins Spiel fand. Erst ab der 47. Spielminute ging ein Ruck durch die Mannschaft und die gewohnten Stärken wurden konsequent in Tore umgemünzt. Unter dem Strich bleibt, dass die TSG-Mädels die zweite Halbzeit mit 13:12 gewannen und eine gute Moral bewiesen, den enormen Rückstand aus der ersten Halbzeit konnte man allerdings nicht mehr aufholen. Die TSG-Damen bleiben somit erstmals in dieser Saison ohne Punktgewinn, haben aber noch immer Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Zwar war die Stimmung direkt nach dem Spiel nicht freudig, aber die Mannschaft ist sich einig, dass wir schon immer nächsten Spiel ein anderes Gesicht zeigen und wieder in die Erfolgsspur zurückkehren werden. Trainer Andreas Schießer sagte nach dem Spiel: „Es ist keine Schande gegen die starken Damen des TV Langenselbold zu verlieren. Sicherlich kann ich mit der gezeigten Abwehrleistung nicht zufrieden sein. Aber eines ist Fakt: Nicht in jedem Spiel landen 8 Würfe am Pfosten und werden 4 Siebenmeter nicht genutzt. Wir haben ein Spiel verloren, mehr nicht. Diese Niederlage wirft uns nicht um, haben doch die Mädels in den letzten 12 Minuten bewiesen, zu welchem Handballspiel sie in der Lage sind. Unter dem Strich hat der TV Langenselbold am heutigen Tage verdient gewonnen.“

Spielfilm: 2:1; 6:2; 10:5; 14:6; 18:8; 21:9; 24:11; 27:13; 28:18; 29:20; 30:21

Tor: Fleischhacker; Guth

Feld: Ebert (10); Brehm (5); Lommatzsch (3); Kaiser, L. (2); Kopp (1); Pfeiffer, C. ; Ackermann; Kämnitz; Kaiser, N.