Ausgehend von den bisherigen Ergebnissen des Gegners schien die Aufgabe lösbar. Zu Beginn des Spiels dominierten die guten Abwehrreihen und die TSG-Damen konnten bis zur 11. Minute mit 2:1 in Führung gehen. Schon jetzt zeichnete sich ab, dass dieses Spiel bis zum Ende eng bleiben wird, da wiederrum im Angriff die notwendige Durchschlagskraft im 1:1-Spiel fehlte. Auch das sonst gewohnt schnelle Spiel über die zweite Welle und den Tempogegenstoß wollte nicht gelingen.  Im Vergleich zur Vorwoche agierte aber die Abwehr der TSG wieder auf hohem Niveau, gestützt auf eine sehr gut aufgelegte Torhüterin Laura Fleischhacker, die ein ums andere Mal starke Paraden zeigte und die Mannschaft im Spiel hielt. Zwar konnten sich die TSG-Damen durch gute 1:1-Aktionen immer wieder 7-Meter erarbeiten, diese wurden aber gegen die keinesfalls überragende Torhüterin der FSG Niedermittlau/Altenhaßlau wie schon gegen Langenselbold in der Mehrzahl vergeben. So konnte sich der Gastgeber 10 Minuten vor der Halbzeit auf 3:6 absetzen, ehe die TSG-Mädels mit dem letzten Wurf der ersten Halbzeit auf 8:9 verkürzten.

In der zweiten Halbzeit bot sich das gleiche Bild. Im Angriff blieb man zu harmlos, die Abwehr stand weitestgehend stabil und Laura Fleischhacker hielt die Mannschaft im Rennen. Als der Gastgeber 4:30 Minuten vor Schluss mit 12:14 führte schien das Spiel bereits entschieden. In dem von Trainer Andreas Schießer in dieser Phase genommenen Team-Time-Out schwor sich die Mannschaft nochmals auf die verbleibende Spielzeit ein. Die Abwehr wurde auf eine offensive 4:2 umgestellt und der Gastgeber geriet ins Schwimmen. Binnen 3 Minuten drehten die TSG-Damen das Spiel erzielten 4 Treffer in Folge ohne ein Gegentor. Folglich führten wir 1:30 Minute vor Schluss vorentscheidend mit 16:14. Diesen Vorsprung spielte die Mannschaft clever über die Zeit. Zwar gelang dem Gastgeber noch der Anschlusstreffer zum 16:15, aber postwendend stellte die TSG fast mit dem Schlusspfiff den alten Abstand wieder her und gewann mit 17:15. Ein wichtiger Auswärtssieg, der trotz 6 (!) verworfener Siebenmeter und nur durchwachsener Angriffsleistung einzig und alleine aufgrund des Kampfgeistes und der Moral erreicht werden konnte. Es zeigte sich wieder einmal, dass ein Handballspiel 60 Minuten dauert und nicht schon nach 55 Minuten zu Ende ist. Aus einer kämpferischen Mannschaftsleistung mit großer Moral ragten an diesem Tag Torhüterin Laura Fleischhacker mit 18 (!) gehaltenen Bälle (einer Quote von 68%) und Lisa Kaiser, die 5 Treffer zum Sieg besteuerte, heraus.  

Trainer Andreas Schießer meinte nach dem Spiel: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie sich nach einer eher durchwachsenen Angriffsleistung selbst aus dieser schwierigen Situation befreit hat und mit toller Moral ein eigentlich schon verloren geglaubtes Spiel gedreht hat. Selbst die zahlreichen vergebenen Chancen konnten die Mannschaft nicht davon abhalten am heutigen Tage zwei wichtige Punkte einzufahren. Die Abwehr zeigte heute eine deutliche Leistungssteigerung, im Angriff waren wir heute bei maximal 30 Prozent! Ich denke, dass wir auch schon bald wieder bessere Leistungen sehen, insbesondere auch deswegen, weil ab dem nächsten Spiel Spielmacherin Elina Specht wieder mit an Bord ist. Wir wollen den guten Saisonstart weiter fortführen und fahren in der nächste Woche nach Mühlheim, um auch dort zu punkten.  Abschließend ist zu sagen, dass ich selten eine derart starke Torhüterleistung gesehen habe, Laura Fleischhacker hat ein überragendes Spiel gemacht. Dennoch werden Spiele als Mannschaft gewonnen, aber auch verloren“.

Spielfilm: 0:1, 1:2, 4:2, 6:3, 9:8, 10:10, 12:11, 13:12, 14:12, 14:14, 14:16, 15:17

Tor: Fleischhacker; Guth

Feld: Kaiser, L. (5); Ebert (4); Brehm (3); Lommatzsch (3); Kopp (2); Walach, Kämnitz, Ackermann