Die TSG-Mädels gingen auf dem Papier und aufgrund der Ergebnisse der bisherigen Runde als klarer Favorit in diese Partie. Diesem Anspruch konnten sie aber nur 10 Minuten gerecht werden. Es entwickelte sich, wie so häufig zwischen diesen beiden Vereinen, ein umkämpftes und spielerisch schwaches Spiel. Die WJA trat aufgrund der verletzungsbedingten Ausfalls nicht in Bestbesetzung an.  In einem extrem zerfahrenen Spiel fand die WJA in der ersten 30 Minuten nicht zu Ihrem Spiel. Ständig lief man einem Rückstand gegen die keinesfalls übermächtigen Kickers hinterher. Zwei Spielerinnen des Gastgebers wirbelten die Abwehr der TSG das ein ums andere Mal durcheinander. Im Angriff ließ die WJA in den ersten 30 Minuten Ihre Durchschlagskraft vermissen und das Tempogegenstoß wurde vollkommen vernachlässigt. Immer wieder rannte man sich in der Abwehr des OFC fest, weil man viel zu nah und ohne das notwendige Tempo agierte. Lediglich die ballführende Spielerin war in Bewegung und der Rest wartete ab, was dann jetzt passiert. Zudem wurde zu selten nach einfachen Spielkonzepten gegen eine recht schwache Torhüterin des OFC aus dem Rückraum abgeschlossen. Zahlreiche Ballverluste und unnötige Nervosität führten dazu, dass man dem Gegner ein leichtes Spiel ermöglichte. Dies änderte sich erst ab der 40. Minute. Dies TSG mobilisierte nun alle Kraftreserven und zeigte den unbedingten Willen dieses Spiel noch drehen zu wollen, auch wenn weiterhin die spielerischen Glanzlichter fehlten. Tor um Tor holte die TSG auf und ging in der 45. Minute erstmals mit 12:11 in Führung. Diese Führung wurde bis zur 51. Minute auf 15:12 ausgebaut. Just in der Phase hätte man das Spiel entscheiden können, vergab aber eine freie Torchance und einen 7-Meter-Wurf, sodass es bis zum Ende spannend blieb. Letztlich siegte man verdient mit 16:14 durch einen wahren Kraftakt bei dem viele Spielerinnen an Ihre körperlichen Leistungsgrenzen gingen.

Trainer Andreas Schießer meinte nach dem Spiel: "Wir haben heute ein Spiel gesehen, dass zu keinem Zeitpunkt spielerisch BOL-Niveau hatte. Ein klassisches Derby, indem man nur mit Kampf und Einsatz bestehen kann. Wir hatten heute einfach ein bisschen mehr dagegen zu setzen als der Gastgeber und haben somit auch verdient das Derby für uns entschieden. Sicherlich muss man kritisch anmerken, dass wir zu keinem Zeitpunkt unsere eigentliche spielerische Überlegenheit und unser Tempogegenstoßspiel anbringen konnten, unter dem Strich bleibt aber festzuhalten, dass wir zwei Punkte entführt haben und somit weiterhin Tabellenführer der BOL sind."

Es spielten: N. Kaiser, Blümel; Ebert (7), Kopp (4), Specht (4), Zink (1), Roth, Walach, Fleischhacker, Wiesenhöfer, Veljkovic.