Die Damen der TSG Bürgel kamen gegen die keinesfalls übermächtigen Gegner aus Großauheim in den ersten Minuten schwer ins Spiel. Das Tor der Gastgeber war zu Beginn wie vernagelt, zahlreiche Pfosten- und Lattentreffer ermöglichten dem Gastgeber zunächst bis auf 7:3 davon zu ziehen, ehe sich die Damen der TSG fingen und bis zur Halbzeit etwas besser ins Spiel kamen. Nach dem Seitenwechsel begann der stärkste Phase der Gastgeber. Bis 10 Minuten vor Spielende konnte sich die TS Großauheim bis 18:11 absetzen und hatte das Spiel vermeintlich schon für sich entschieden. Doch zeigte die junge Damenmannschaft Herz, Moral und Kampf der seinesgleichen sucht. Durch die nunmehr noch offensivere 4:2-Abwehr zwang man dem Gast zu Fehler und holte Tor um Tor auf. Ca. 1:30 Min. vor Spielende hatte die TSG beim 19:20 den Anschluss hergestellt. Der nun immer nervöser werdende Gastgeber verlor 15 Sekunden vor Spielende den Ball und Jana Kopp wurde im darauffolgenden Tempogegenstoß 7-Meter-reif gefoult. Die Spielzeit war bereits abgelaufen und der nun fällige 7-Meter sollte über das Ergebnis entscheiden. Leider konnte die Torhüterin der TS Großauheim dem Wurf entschärfen und Großauheim gewann völlig unverdient mit 19:20 Toren. Es ist schade, dass die tolle Moral und der Kampfgeist der jungen TSG-Damen nicht belohnt wurde und man Schluss mit leeren Händen da steht. Vielmehr als dieser Punktverlust schmerzt der Ausfall von der gerade wieder genesenen Lisa Kaiser, die sich am rechten Knöchel verletzte. Wir wünschen Lisa auf diesem Wege alles Gute und hoffen, dass Du bald wieder fit bist!

Trainer Andreas Schießer meinte nach Spiel: "Wir haben in den ersten 45 Minuten nicht an unserem Limit gespielt, dennoch bin ich sehr stolz, wie sich die Mannschaft in den letzten 15 Minuten präsentiert hat und alles in die Waagschale geworfen hat, um eine schon verloren geglaubte Partie fast noch zu drehen. Ich bin der festen Meinung, dass wir dieses Spiel gewonnen hätten, wenn es noch 1-2 Minuten weiter gegangen wäre. Schlussendlich wurde diese phantastische Moral und der bedingungslose Kampf leider nicht belohnt. Es ist zu einfach, dies an dem letzten 7-Meter-Wurf festzumachen, schließlich wurden auch zuvor Fehler gemacht. Hinzu kommt, dass ich mir diesen Schuh selbst anziehen muss, denn vielleicht wäre es besser gewesen eine erfahrene Spielerin wie Nadine Brehm in die Verantwortung zu nehmen, als in einer solchen Situation ein bis dato gut spielende Jugendspielerin zum 7-Meter-Punkt zu schicken. Unter dem Strich werden wir aus solchen Situationen alle lernen und gestärkt hervorgehen. Viel schlimmer als der Punktverlust ist die neuerliche Verletzung von Lisa Kaiser, die insbesondere auch in der A-Jugend eine Lücke hinterlassen wird. Auf diesem Wege Gute Besserung"

Spielfilm: 0:1; 1:4; 3:7; 6:10; 8:12; 9:14; 11:16; 11:18; 16:18; 19:20

Es spietlen: Guth (1. – 30.), Fleischhacker (31. – 60.); Ebert (10), Kopp (4), Brehm (4),  Kämnitz (1), Lommatzsch, H. Pfeiffer, Ackermann, Kaiser, Specht, Walach.