Im nahezu letzten Aufgebot kehrte die noch leicht angeschlagene Lisa Kaiser zurück und Bettina Fenn gab nach Kreuzbandriß Ihr Debüt. Aufgrund der Personalsituation sollte dieses Spiel eigentlich verlegt werden, aber der Gast stimmte nicht zu. Durch diese Tatsache angestachelt, schworen sich die TSG-Mädels die Punkte in heimischer Halle nicht kampflos herzugeben. Was dann folgte war das beste Spiel der Damenmannschaft in der Saison 2008/2009. Aus einer sehr gut agierenden Abwehr wurden konsequent durchdachte Positionsangriffe gespielt und selbst eine Manndeckung gegen Jana Kopp, nachdem diese die TSG schnell mit 2:0 in Führung brachte, konnte die Mannschaft nicht aus der Bahn werfen. Eine extrem niedrige Fehlerquote und hohe Präzision bei den bewusst langsam vorgetragen Angriffen ermöglichten der TSG bis zur Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel (7:7). An diesem Tage konnte die Mannschaft wirklich durch nichts aus der Ruhe gebracht werden, selbst die Tatsache, dass mit Nadine Brehm und Ania Walach zwei Stützen der Abwehr schon früh 2*2min hatten, wurde völli aus den Köpfen verdrängt. Aus einer insgesamt sehr starken Mannschaftsleistung kann man nur Bettina Fenn herausheben, die ein sensationelles Debüt ablieferte. Ihre starke Abwehrleistung krönte Bettina durch clevere Anspiele, Tempowechsel und Laufspiel im Angriff und nicht zuletzt durch drei blitzsaubere Tore. Weiterhin sicherlich verantwortlich für den heutigen Erfolg das konsequente Verwerten der 7-Meter-Würfe durch Jana Kopp. Ebenso konsequent Isa Ackermann, die auf der -ungewohnten Rückraum-Mitte- und Rechtsaußen-Position nahezu alle sich bietenden Gelegenheiten nutzte. Alles in allem eine absolut beeindruckende Mannschaftsleistung und zwei gewohnt starke Torhüterinnen.

Trainer Andreas Schießer meinte nach dem Spiel: „Ich glaube ich habe heute das beste Spiel meiner Mannschaft gesehen. Von der ersten Minute haben die Mädels den Kampf angenommen und klar zu verstehen gegeben, dass es hier heute nur einen Sieger gibt. Besonders beeindruckt war ich von der Tatsache, dass wirklich alle heute Verantwortung übernommen haben und sich durch nichts aus der Bahn werfen ließen. Während beim Gast das Spiel auf 1-2 Spielerinnen abgestimmt wurde, waren wir am heutigen Tage nicht auszurechnen und strahlten von jeder Position Torgefahr aus. Man sieht deutlich wie wichtig es ist, eine ordnende Hand durch eine erfahrene Spielerin wie Bettina Fenn zu haben und wichtig es ist sich nicht auf ein oder zwei Spielerinnen zu verlassen, sondern selbst an sich zu glauben und Verantwortung zu übernehmen. Ich kann allen Mädels nur ein Riesenkompliment für diese extrem gute Spiel aussprechen.“

Tor: Fleischhacker (1. – 50. Minute); Guth (bei 7m und 50. – 60. Minute)

Feld: Kopp (8); Specht (4); Ackermann (4); Fenn (3); Brehm (2); Walach (1); Kaiser (1); Pfeiffer; Roth