Die TSG-Damen kamen trotz der Tatsache, dass das schwere Spiel vom Vortag noch in den Knochen steckten gut in die Partie und nach 6. Min mit 3:1. Eine gut aufgelegte Torhüterin der SG Dietesheim/Mühlheim vereitelte in der Folge den ein oder anderen Wurfversuch der TSG und die Gastgeber konnten Mitte der ersten Halbzeit nicht nur ausgleichen, sondern erstmals sogar mit 8:6 in Führung gehen. In der 19. Spielminute wurde die TSG dann durch eine völlig überzogene Rote Karte gegen Sandra Lommatzsch dezimiert. Sandra lief bei einem Tempogegenstoss der Gäste mit und geriet ins Stolpern und brachte somit auf die Angreiferin zu Boden. Sowohl Gästetrainer Stuhlgies als auch die betroffene Spielerin signalisierten, dass hier keinesfalls eine Absicht erkennbar war, dennoch wurde Sandra disqualifiziert. Durch eine Energieleistun drehte die TSG den Spieß um und ging zur Halbzeit mit 10:9 in Führung. In der zweiten Halbzeit wurde die Partie immer umkämpfter, wobei die TSG immer wieder ein Tor vorlegen konnte und der Gastgeber psotwendend ausglich. Erst in der 50. Minute gelang es erstmals auf zwei Tore mit 17:15 davonzuziehen. Dennoch blieb die Partie eng. Ein Highlight dann 23 Sekunden vor Spielschluss als die TSG mit einem Tor 19:18 in Front lag und im Angriff viel zu früh abschloss und dem Gastgeber einen Tempogegenstoss ermöglichte. Mit viel Risiko fing Lisa Kaiser den Gegenstoss ab und spielte einen Paß auf Vicky Ebert, die das vorentscheidende 20:18 erzielte. Dem Gastgeber gelang zwar mit der Schlusssirene noch der 20:19-Anschlusstreffer, aber der Sieg war der TSG nicht mehr zu nehmen. Alles in allem ein aufgrund des kämpferischen Einsatzes verdienter, aber auch glücklicher Sieg gegen einen gleichstarken Gegner aus Dietesheim/Mühlheim.

Trainer Andreas Schießer meinte nach dem Spiel:"Die Mannschaft hat heute über 60 Minuten den Kampf angenommen und einen wahnsinningen Einsatz gezeigt. In einer solchen Partie kann man spielerisch nicht glänzen, sondern muss bis zum Schluss dagegenhalten und nicht aufgeben, dass haben die Mädels mit Bravour getan. Dennoch müssen wir in solch engen Spielen insbesondere gegen Ende der Partie noch ein wenig abgezockter werden und nicht ohne Not frühzeitig einen Abschluss suchen. Wir werden an diesem Umstand arbeiten. Ein Kompliment an die Mannschaft, die zwei schwere Spiele innerhalb kürzester Zeit ordentlich absolvierte und sich somit von den hinteren Tabellenrängen verabschiedete und den Blick langsam wieder nach oben richten kann. Bei der Leistungsdichte in dieser Klasse ist noch alles möglich."

Tor: Guth (1. – 60); Kaiser

Feld Ebert (7); Brehm (5); Kopp (2); Specht (2); Fenn (1); Lommatzsch (1); Kämnitz (1), Ackermann (1); Kaiser, L.; Pfeiffer