Die stark ersatzgeschwächten Damen der TSG (Laura Fleischhacker verletzt, Jana Kopp im Urlaub, Sabine Kämnitz krank) gastierten im schweren Auswärtsspiel bei der HSG Dreieich. Wie schon in der Vorwoche wollte man sich für die Hinspiel-Niederlage revanchieren. Die Damen brauchten gut 10 Minuten um ins Spiel zu finden un mussten zunächst einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Ab der 15 Minute übernahmen sie aber das Kommando und überzeugten durch Einsatz, tempo- und variantenreiches Spiel. Folglich setzten sie sich Tor um Tor ab und gingen mit einer verdienten 13:9-Führung in die Pause.



Zu Beginn der zweiten Halbzeit startete die TSG gut und konnte zunächst die Führung auf 5 Tore ausbauen, ehe der Gastgeber aus Dreieich imm besser ins Spiel kam und Tor um Tor aufholte. Nicht die Tatsache, dass die HSG Dreieich nun die gut aufgelegte Vicky Ebert in Manndeckung nahm, sondern vielmehr die Tatsache, dass der TSG Rückraum nun ohne das notwendige Tempo und den unbedingten Willen den Gegner in 1:1-Situationen zu zwingen, sorgte für eine Aufholjadg der Gäste. Hinzu kam, dass nun aufgrund  der vielen Ausfälle die Kräfte schwanden und teilweise unkonzentriert und leichtfertig Bälle im Angriff verspielt wurde, so dass die HSG Dreieich in der 55. Minute erstmals zum 21:21 ausgleichen konnte. In der 57. ging der Gastgeber dann sogar erstmals mit 22:21 in Führung doch die TSG erzielte postwendend den Ausgleich. Zwei nicht nachvollziehbare Entscheidungen des ansonsten gut leitenden SR sorgten fast dafür, dass die TSG um die Früchte Ihrer Arbeit gebracht wurde. Während die HSG Dreieich einen 7-Meter erhielt, obwohl die Spielerin ohne jede Bedrängnis frei vorm Tor vergab, was zum 23:22 für die Gäste führte, wurde der TSG ein klarer 7-Meter verwehrt, als Vicky Ebert im Tempogegenstoß befindlich auf Rechtsaußen von hinten am Hals umgerissen wurde, hier wäre sogar eine Rote Karte fällig gewesen. Dennoch steckten die Damen der TSG nicht auf und erhielten mit dem Schlusspfiff nach einem Foulspiel einen 7-Meter. Wie schon in Großauheim übernahm Vicky Ebert die Verantwortung. Diesmal wurde der Mut belohnt und das 23:23 erzielt.



Trainer Andreas Schießer: "Die Mannschaft zeigte heute in der ersten Halbzeit und in den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit eine starke Leistung und hat in diesen 40 Minuten viel investiert. Der Kampf und Einsatz stimmte, aber die Kraft und damit verbunden die Konzentration schwand ab der 41. Minute merklich. Fast hätte man nach eigentlich gutem Spiel mit leeren Händen da gestanden. Auf der einen Seite muss man froh sein, dass man mittels des verwandelten 7-Meters einen Punkt entführte, andererseits hätten es aber dem Spielverlauf nach beide Punkte sein müssen. Unter dem Strich bleibt eine Leistungssteigerung gegenüber dem Hinspiel und zumindest eine Teilrevanche für die Niederlage der Vorrunde."



Es spielten: Jenny Guth; Viktoria
Ebert (10), Nadine Brehm (4), Sandra Lommatzsch (3), Elina Specht (2), Ania Walach (2), Isabel Ackermann (1), Bettina Fenn (1), Lisa Kaiser.