Die Damen der TSG starteten gut in die Partie und stellten die TG Hanau durch schnelles Kombinationsspiel im Angriff immer wieder vor Probleme. Gezielt vorbereitete Aktionen wurden in den ersten 15 Minuten immer wieder durch den Rückraum der TSG erfolgreich abgeschlossen. In der Abwehr hatte man eigentlich mehr mit den teils merkwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters als mit den Gästen zu kämpfen. Immer wieder wurden ans Stürmerfoul oder wenn überhaupt freiwurfwürdige Aktionen mit 7-Meter gegen die TSG bestraft, die seitens der Gäste relativ sicher verwandelt wurden. Erst als man ab der 16. Minute etwas offensiver agierte konnte man die Gefahr ein wenig entschärfen. Gegen Ende der ersten Halbzeit gerieten die Damen der TSG unter Druck, da die Angriffe nicht mehr mit dem notwendigen Druck gespielt wurden und die ein oder andere freie Tormöglichkeit vergeben wurde. Folglich lag man kurz vor der Halbzeit mit 8:11 zurück, kämpfte sich aber zum Pausentee auf 10:11 heran. In der zweiten Halbzeit erwischten die Gäste, immer wieder auch durch nicht nachvollziehbare Entscheidungen des Unparteiischen, einen besseren Start und gingen mit 11:13 in Führung. Die TSG-Mädels besannen sich nach gut 10 Minuten auf Ihre Tugenden und stemmten sich mit aller Macht gegen eine Niederlage. Die Entschlossenheit und der Kampfgeist wurde belohnt und in der 50. Minute ging die TSG erstmals wieder mit 18:17 in Führung. Von nun an entwickelte sich, wie schon im Hinspiel ein offener Schlagabtausch, bei dem die TSG-Damen sich unbeeindruckt weiterer SR-Entscheidungen als nervenstark erwiesen. Vorentscheidend sicherlich ein äußerst spektakulärer Treffer von Jana Kopp zum 22:20. In den verbleibenden Sekunden gelang dem Gast zwar nochmals der Anschlusstreffer zum 22:21, der Sieg der TSG geriet aber nicht mehr in Gefahr. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung sind am heutigen Tage Bettina Fenn, die zahlreiche Treffer des Rückraums exzellent vorbereitete und Isabelle Ackermann, die in der Abwehr sensationell stark agierte, hervorzuheben.

Trainer Andreas Schießer meinte nach dem Spiel: "Die Mannschaft hat heute Ihren inneren Schweinehund überwunden und sich einen verdienten Sieg erkämpft. Die Moral, den Einsatz und die Leistungsbereitschaft  des heutigen Spiels jeder einzelnen Spielerin kann man nicht toppen. Darüber hinaus zeigte man sich auch völlig unbeeindruckt von der Tatsache, dass der Schiedsrichter nicht seinen besten Tag hatte. Heute konnte man sehen, wie wichtig es ist, dass eine erfahrene Spielerin wie Bettina Fenn die Fäden in die Hand nimmt und die junge Mannschaft führt. Auf einer solchen Leistung läßt sich aufbauen und es schlummert noch einiges an Potential in einer Mannschaft, die heute seit langem wieder einmal in Bestbesetzung antreten konnte."

Tor: Guth, Fleischhacker

Feld: Ebert (9); Kopp (6); Lommatzsch (3); Fenn (2); Ackermann (2); Brehm; Walach; Kaiser, L.; Kaiser, N.; Kämnitz; Specht