TSG Bürgel entscheidet Spitzenspiel knapp und glücklich




Der TV Langenselbold spielte von der ersten Minute an auf Zeit, und der Drittletzte in der Tabelle der Bezirksoberliga konnte damit das Geschehen erstaunlich lange offen halten. Vom Schlagwagen-Handball des TVL, den die Unparteiischen über volle 60 Minuten nicht unterbanden, ließ sich Bürgel einlullen, kassierte mit einer viel zu defensiven Abwehr viele leichte und unnötige Treffer. Im Bemühen um schnelles Spiel nach vorne passierten etliche Fehler, und im gebundenen Spiel lief ebenfalls kaum etwas zusammen. Hier wurde oftmals zu eigensinnig agiert, und so ging der Ball häufig früh verloren. Beim 9:6 schien es etwas besser zu laufen, doch der Gast kam wieder auf 9:8 heran. Den Vorsprung von fünf Toren beim 15:10 konnten die TSG-Männer immerhin mit in die Pause nehmen.

Scheinbar weckte Trainer Bastian sein Jungs mit einer ordentlichen Kabinenpredigt auf. In wenigen Minuten nach Wiederbeginn bauten sie ihre Führung auf 24:15 aus und drückten auch danach weiter aufs Tempo. Richtig in Schwung kamen sie indes nicht, weil Langenselbold den Ball nach wie vor unsäglich lange in den eigenen Reihen hielt und der Partie damit jegliche Attraktivität nahm. Nachdem die Bürgeler Abwehr nun offensiver und aggressiver agierte, häuften sich mit zunehmender Dauer aber auch beim krassen Außenseiter die Fehler, und so sprang über Tempogegenstöße wenigstens noch ein standesgemäßes Ergebnis heraus. Mit dem 41:26 war der TV Langenselbold schließlich noch gut bedient.

Auf ähnliche Partien wird sich der voraussichtliche Meister auch an den verbleibenden beiden Spieltagen einstellen müssen. Das Bestreben der MSG Altenhaßlau/Niedermittlau und des TV Steinau wird ebenfalls einzig und alleine sein, die befürchteten Niederlagen in Grenzen zu halten.

TSG Bürgel: Michael Wolf, Julian Dins; Nedzad Bekric (4), Timo Kaiser (10), Sven Lenort (5/2), Tobias Nubert (4), Mirko Bagnara (1), Jacek Naglik (2), Boris Wolf (2), Dominik Sonnberger, Tim Geyer (6), Hennig Tiedemann (4), Martin Drosdek, Nils Lenort (3).

SR: Gröger/Reimann (Anspach)                Zuschauer: 150
Siebenmeter: 4/3 – 5/4                             Zeitstrafen: 1 - 5