Die TSG erwischte einen guten Start in die Partie und zeigte eine disziplinierte und engagierte Leistung. Man ließ den Gegner so gut wie gar nicht zum Zug kommen. Den Anfang markierte Carlotta Baumhöfner mit einem schnellen 1:0 für die TSG. Aber dann legten die Mädels los wie die Feuerwehr. Gestützt auf eine stabile Abwehr und eine gut aufgelegte Franziska Schäfer im Bürgeler Tor  zog die TSG von 2:1 auf 11:3 Tore davon. Nieder Roden war völlig von der Rolle und fing sich erst gegen Ende der ersten Hälfte etwas. Die Bürgeler Mädels ließen aber nicht locker und zeigten durch schnelles Angriffsspiel und starke Einzelaktionen schönen Handball. Die HSG konnte gegen Ende der 1. Halbzeit noch zwei Tore für sich verbuchen, sodass es zur Pause 15:8 für Bürgel stand.

Die zweite Hälfte hatte es jedoch in sich. Der bis dahin ungeschlagene Tabellenführer machte gleich nach Wideranpfiff deutlich, dass er sich auf gar keinen Fall geschlagen geben wollte. Bürgel hielt dagegen und konnte den doch recht komfortablen Vorsprung eine ganze Zeit lang gut verwalten, aber die HSG drehte nun immer weiter auf. Immer wieder kam Nieder-Roden über zwei Kreisläufer zum Torerfolg und Bürgel war einfach nicht clever genug dies zu unterbinden. So schwand der Vorsprung von 15:8 auf bedrohlich enge 21:20 zusammen und die Partie drohte zu kippen. Nach einer Auszeit machte Bürgel aber unmissverständlich klar wer als Sieger vom Platz gehen sollte. Viviana Mastroserio hatte einen großen Anteil daran, als sie sich ein Herz fasste und bei dem knappen Spielstand zwei ganz wichtige Tore in Folge für die TSG machte. Die Abwehr stand nun wieder kompakt und stabil und die HSG fand wieder kein probates Mittel zum Durchkommen. Allerdings wurde es noch einmal kriminell als die Bürglerinnen sich zwei Zeitstrafen abholten und somit in doppelter Unterzahl spielen mussten. Nun nutzte die starke Merit Specht die Gunst der Stunde und schlug gleich zweimal hintereinander zu und machte somit für Bürgel alles klar. Am Ende stand es 26:23 für die TSG, welche sich damit die verdiente Tabellenführung sicherte.

Es spielten: Franziska Schäfer, Michelle Bochow, Merit Specht (6), Lynn Hoddersen (5/3), Viviana Mastroserio (5), Meltem Güven (4), Tamara Ritter (3), Carlotta Baumhöfner (1), Denise Hose (1), Constanze Becker (1), Lea Cölsch, Sünje Krebs, Felicitas Jenschke