Die HSG startete besser ins Spiel und legte gleich vor. Doch entscheidend absetzen konnte sich der Gastgeber nicht. Auch wenn der Vorsprung zwischenzeitlich auf 4 bis 5 Tore anwuchs, stellte dies kein sicheres Polster dar. Angetrieben von einem starken Dimi Nastos im Tor steckte die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt auf und machte dem Gegner das Leben schwer. Die ambitionierte Mannschaft der HSG konnte im Angriff nur durch Einzelaktionen glänzen. In der Abwehr dagegen nutzte Bürgel die Schwächen in der Abstimmung und konnte durch 4 identische Angriffsabläufe bis zur Pause auf 2 Tore verkürzen.

Der bereits ausgedünnte Kader der TSG, die lediglich mit neun Feldspielern antreten konnte, wurde durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kaiser in der ersten Halbzeit, einer weiteren Verletzung von Denhard  und der Disqualifikation von Bagnara in der zweiten Hälfte weiter dezimiert. So hatte die TSG ab der 43. Spielminute keine Wechselalternativen mehr zur Verfügung. Umso größer das Kompliment des Trainers an seine Mannschaft, die es genau in der Phase schaffte einen 26:22 Rückstand in eine 27:28 Führung umzukehren! Doch die Belohnung für den Einsatz blieb wie so oft in der abgelaufenen Runde aus. Während Hanau aufgrund seiner Wechselalternativen und ausgeruhten Spielern wieder mit 29:28 in Führung gehen konnte, wurde der TSG kurz vor Ende ein klarer Strafwurf verweigert. Hatten die Schiedsrichter bislang recht kleinlich bei entsprechenden Aktionen agiert, gab es für einen Griff in den Wurfarm – während der Abwehrspieler bereits den eigenen Kreis betreten hatte – lediglich einen Freiwurf, der zu keinem zählbaren Erfolg führte.

Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass hier nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen hat.

Jedem der eingesetzten Spieler der TSG gilt der Lob des Trainers, da sich die Mannschaft zu keiner Zeit aufgegeben, die Spieler sich gegenseitig motiviert und bis zum Ende gekämpft haben.

D. Nastos, M. Thiemann, S. Denhard 2, N. Lenort 8/3, H. Hock 2, J. Kaiser 1,

S. Lenort 5/2, T. Nubert 5/2, M. Bagnara, P. Käseberg 4, T. Geyer 1